Eurovision Song Contest: Google gibt von der Heide keine Chance
Aktualisiert

Eurovision Song ContestGoogle gibt von der Heide keine Chance

Unser ESC-Vertreter hat erste Proben in Oslo absolviert. Damit er am Ende vorne ist, muss er sich noch ins Zeug legen - laut Google hat er nämlich schlechte Karten.

von
tny

(Quelle: YouTube)

In acht Tagen ist es so weit: Chansonnier Michael von der Heide vertritt die Schweiz am Eurovision Song Contest in Oslo und muss sich im Halbfinale des grössten Musikwettbewerbs der Welt gegen 16 Konkurrenten aus Ländern wie Schweden, der Türkei oder Kroatien behaupten.

Nachdem seine Vorgänger in den vergangenen Jahren nie den Sprung ins Finale schafften, hofft von der Heide darauf, Jury und Millionenpublikum mit seinem Song «Il pleut de l'or» zu bezirzen. Das Thema seiner dazu passenden Bühnenshow heisst «Golden Luxury» und wartet mit goldenen Outfits, drei Background-Sängerinnen - darunter Ex-Tears Amanda Nikolic - und einem Feuerwerk zum Finale auf. Mitglieder des Produktionsteams äusserten sich im Anschluss an die letzte Probe des Tages begeistert über die Wirkung der Show, wie auf der offiziellen Eurovisions-Seite zu lesen ist.

Prognose = Negativ

Ob ihm das helfen wird, scheint jedoch zumindest fragwürdig. Die internationalen Kommentare sind durchzogen. So schreibt ein Schwede, dass er die Schweiz mit diesem Vertreter auf keinen Fall im Finale sieht: «Ich denke Michaels Stimme ist unter den schwächsten, wenn nicht sogar die schwächste in diesem Jahr. Es ist o.k., schwul zu sein, aber ich mag es nicht, wenn die Stimme schwul klingt. Ich mag weder seine Stimme, noch den Song. Dritter von hinten.» Auch die Leser von 20 Minuten Online sehen wenig Chancen für von der Heide. «Weshalb sollte eines der anderen Länder dem CH-Beitrag Punkte geben» fragte zum Beispiel User Fade im April. «Noch selten wurde ein solch fader Beitrag präsentiert. Alles andere als 0 Punkte für von der Heide wäre eine grosse Überraschung!»

Und selbst Google gibt für die Schweiz eine denkbar schlechte Prognose ab: Wie bereits vor einem Jahr hat der Suchmaschinengigant eine Infoseite veröffentlicht, die den Gewinner des Eurovision Song Contest aufgrund der eingehenden Suchanfragen prognostizieren soll. Dass die Voraussage nicht ganz falsch liegt, zeigte sich 2009. Damals tippte das Tool auf den Norweger Alexander Rybak und er gewann tatsächlich. Aktuell liegt hier von der Heide weit abgeschlagen auf Platz 36.

Lena als Favoritin

Die grosse Überraschung findet sich jedoch an der Spitze: Zurzeit stösst nämlich die deutsche Kandidatin Lena Meyer-Landrut auf das grösste Interesse in der europäischen Bevölkerung - vor den Sängerinnen aus Georgien und Schweden. Damit hat die Hanoveranerin beste Karten, im Eurovisions-Finale vom 29. Mai - für das sie bereits gesetzt ist - so gut abzuschneiden, wie kein Kandidat aus Deutschland seit 1982, als sich Nicole «Ein bisschen Frieden» wünschte.

Die laufend aktualisierte Eurovisions-Prognose von Google.

Michael von der Heide - «Il Pleut De L'Or» - Das Video

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