Aktualisiert 28.09.2013 13:53

Digital macht dumm«Google ist schuld an geistiger Abstumpfung»

Wir haben die Leser gefragt: «Welche digitale Errungenschaft würden Sie am meisten vermissen?» In den Top fünf: ein digitaler Teenager und die Grossmutter der Kommunikation.

von
Berit-Silja Gründlers

In seinem Buch «Like mich am Arsch» schreibt Autor Andreas Hock, dass wir unser Gehirn seit der Erfindung des Taschenrechners immer weiter entmündigt haben, und unser Leben dem digitalen Fortschritt überlassen. Google, Facebook, Twitter und Co. gehören zu unserem Alltag und nehmen uns das selbstverantwortliche Denken ab.

20 Minuten wollte von seinen Usern wissen: «Welche technische Spielerei würden Sie am meisten vermissen

Suchmaschinen sind unverzichtbar

Nicht verzichten möchten unsere Leser auf Suchmaschinen wie Google und Co. Manuel P. Nappo, Leiter der Fachstelle Social Media an der HWZ Hochschule für Wirtschaft in Zürich, steht dem kritisch gegenüber: «Google ist das Paradebeispiel für die geistige Abstumpfung. Die ersten drei Suchergebnisse auf Google werden vom User als Wahrheit empfunden.»

Ähnlich kritisch sieht dies Userin «NinaA». Im Kommentarfeld schreibt sie: «Stellt jemand an einem voll besetzten Tisch eine Frage, so zückt sicherlich eine Person das Smartphone und liefert die Antwort. Das miteinander spekulieren und forschen bleibt aus».

Der Taschenrechner, laut Autor Andreas Hock der Ursprung allen Übels, hat es knapp in die Top fünf der technischen Errungenschaften geschafft, auf die unsere Leser am wenigsten verzichten können. Auf Platz vier, drei und zwei liegen das E-Mail, der Fernseher und das Telefon.

Social Media – der grosse Verlierer

Kommen wir zu den letzten Plätzen des Duells. Ganz hinten in der Gunst der User rangiert der Microblogging-Dienst Twitter. Das soziale Netzwerk, das kürzlich seinen Börsengang ankündigte, hat weltweit 1.7 Milliarden aktive Nutzer. Hier zu Lande twittern aber lediglich 500'000 User.

Auch noch unter den Flop fünf ist das grösste soziale Netzwerk Facebook . Obwohl die Plattform laut aktuellen Zahlen in der Schweiz 3.2 Millionen Nutzer zählt, ist es im Duell um die technische Spielerei, die unseren Usern am meisten fehlen würde, auf dem Achtzehnten von zweiundzwanzig Plätzen gelandet.

Manuel P. Nappo sagt dazu: «Soziale Medien sind im Vergleich zu Endgeräten und Suchmaschinen wie Google oder dem Telefon austauschbar. Wenn es Facebook nicht mehr gäbe, dann fände der User schnell eine Alternative.»

Sehen Sie in der Bildstrecke die Top und Flop fünf der unverzichtbarsten technischen Spielereien.

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