Suchmaschinen-Update: Google kämpft gegen Internet-Piraten
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Suchmaschinen-UpdateGoogle kämpft gegen Internet-Piraten

Urheberrechtlich geschützte Inhalte sollen künftig bei Google schwieriger zu finden sein. Das ist ein weiterer Schritt des Konzerns gegen Netz-Piraterie.

von
sts
Für Schweizer ist die Nutzung von Torrent-Plattformen wie The Pirate Bay legal.

Für Schweizer ist die Nutzung von Torrent-Plattformen wie The Pirate Bay legal.

Google führt bereits seit Anfang 2011 eine schwarze Liste. Darauf stehen Suchbegriffe, die angeblich mit Produkte-Piraterie in Verbindung stehen und zu bekannten Filesharing-Angeboten im Internet führen. Deswegen werden Begriffe wie «Thepiratebay», «Isohunt», «Torrentreactor» und viele andere nicht mehr wie noch vor vier Jahren von den Google-Funktionen Autocomplete und Instant erfasst. Das bedeutet, wenn man im Google-Suchfenster die ersten Buchstaben eingibt, werden die entsprechenden Begriffe nicht mehr automatisch mit Vorschlägen vervollständigt. Die Suchmaschine spuckt auch keine Sofort-Treffer mehr zu den passenden Filesharing-Begriffen aus.

Nun geht der US-Konzern im Kampf gegen die Piraterie noch einen Schritt weiter: Ein kürzlich durchgeführtes Google-Update soll laut einem Blogbeitrag des Unternehmens dank eines neuen Algorithmus ab sofort Websites abwerten, die gegen Urheberrechte verstossen. Für viele Torrent-Seiten, über die man Filme, Serien oder Musik herunterladen kann, kam es in der Folge zu deutlichen Verlusten der Sichtbarkeit. Die vormals hoch platzierten Domains Kickass.to, Torrentz.eu und Isohunt.com wurden durch andere Ergebnisse ersetzt. Interessanterweise befinden sich unter den Alternativvorschlägen auch weniger bekannte Torrent-Seiten.

Schweizer User machen sich nicht strafbar

Hierzulande ist es im Gegensatz zu den USA oder den meisten EU-Mitgliedsstaaten vollkommen legal, Filme oder Musik für den Eigengebrauch herunterzuladen. Das gilt selbst dann, wenn das Material aus dubiosen Quellen stammt, also beispielsweise während einer Kinovorstellung oder eines Konzerts heimlich aufgezeichnet wurde. Entscheidend ist, dass es sich um bereits veröffentlichte Filme oder Lieder handelt. Es ist allerdings verboten, entsprechendes Material in Internet-Tauschbörsen anzubieten und weiterzuverbreiten.

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