Neu im Netz: Google lanciert YouTube Schweiz
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Neu im NetzGoogle lanciert YouTube Schweiz

Mit YouTube.ch hat der Internet-Konzern heute eine Plattform speziell für Schweizer Nutzer gestartet. Über das Partnerprogramm sollen Amateure und Profis Geld verdienen können.

von
dsc

(Video: Keystone)

YouTube ist die grösste Online-Bühne der Welt, mit einer Milliarde Besucher pro Monat. Auf der am Dienstag offiziell gestarteten Webseite www.youtube.ch stehen Videos aus der Schweiz im Mittelpunkt - neben Millionen von Filmbeiträgen aus aller Welt und zu praktisch jedem Thema. Dies gab Google Schweiz am Dienstag an einer Medienkonferenz am Standort Zürich bekannt. YouTube stellt die technischen Dienste zur Verfügung, vermarktet die Inhalte und teilt sich den Erlös aus den Werbeeinnahmen mit den YouTube-Partnern.

Filme, die in der Schweiz am haufigsten angesehen und solche, die dort am schnellsten an Popularitat gewinnen, werden nun direkt auf der Startseite angezeigt. Auf der neuen regionalen Webseite können Schweizer Nutzer zudem einfacher und schneller Videos aus ihrer Heimat entdecken und mit Menschen in aller Welt teilen.

Geld verdienen mit YouTube

Das YouTube-Partnerprogramm ermöglicht nun auch Schweizer Nutzern, ihre selbst erstellten Filme einem weltweiten Publikum zu präsentieren und sogleich Geld damit zu verdienen. Erster offizieller Partner ist der Ostschweizer Beatbox-Künstler Pepouni alias Andreas Fraefel.

Die Teilnahme ist grundsätzlich für alle YouTube-Nutzer möglich, ob Amateur, Profi oder Firma. Geld wird verdient, indem man Videos oder den eigenen YouTube-Kanal für Werbung durch Dritte freischaltet. Die Google-Tochter YouTube gibt «den Grossteil» des Erlöses, der mit diesen Anzeigen erzielt wird, direkt an die Nutzer weiter. Der genaue Verteilschlüssel wird nicht verraten.

Mittlerweile zählt das Partnerprogramm über eine Million Partner aus 27 Ländern. Jährlich werden laut Google Millionen von Dollar an die Partner ausgezahlt, wobei einige hundert YouTube-Partner Gewinne im sechsstelligen Bereich erzielten. Auch in Deutschland können einige Partner bereits von den Werbeeinnahmen ihrer Videos leben. So zum Beispiel die Lifestyle- und Beauty-Beraterin Nilam M. Farooq alias Daaruum.

(Quelle: youtube.com/daaruum)

Technik aus Zürich

Das von Google in Zürich betriebene Forschungszentrum ist wichtig für die technische Weiterentwicklung der weltweit populärsten Video-Plattform. Die Software-Entwickler arbeiten auch an Lösungen, um die Urheberrechte zu schützen. Denn viele der hochgeladenen Inhalte dürften nicht ohne Zustimmung der Rechteinhaber verwendet werden. Das sogenannte Content-ID-System prüft jeden Tag über 100 Jahre Videomaterial. Dazu greift die Software automatisch auf eine der grössten Datenbanken der Welt zu.

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