Wegen Android: Google legt Einspruch gegen Rekordbusse ein
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Wegen AndroidGoogle legt Einspruch gegen Rekordbusse ein

Der US-Konzern soll seine Dominanz bei Handy-Betriebssystemen ausgenutzt haben.

von
kaf
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Der US-Konzern soll laut den EU-Wettbewerbshütern seine Marktmacht bei Android missbraucht haben.

Der US-Konzern soll laut den EU-Wettbewerbshütern seine Marktmacht bei Android missbraucht haben.

AFP/Jeff Pachoud
Die Wettbewerbshüter haben eine Geldstrafe von 4,34 Milliarden Euro gegen Google verhängt und das Unternehmen unter Androhung von Zwangsgeldern aufgefordert, die kritisierten Praktiken abzustellen.

Die Wettbewerbshüter haben eine Geldstrafe von 4,34 Milliarden Euro gegen Google verhängt und das Unternehmen unter Androhung von Zwangsgeldern aufgefordert, die kritisierten Praktiken abzustellen.

Keystone/Mark Lennihan
Googles Suchmaschine wurde bereits mit 2,42 Milliarden Dollar bestraft: Der Google-Schriftzug auf einem iPad Mini 2. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Googles Suchmaschine wurde bereits mit 2,42 Milliarden Dollar bestraft: Der Google-Schriftzug auf einem iPad Mini 2. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

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Der US-Konzern Google legt Einspruch gegen die EU-Rekordbusse wegen illegaler Praktiken beim Vertrieb seines mobilen Betriebssystems Android ein. «Wir werden gegen die Entscheidung der Kommission Berufung einlegen», teilte ein Sprecher von Google am Mittwoch mit. Die EU-Wettbewerbshüter hatten zuvor eine Geldstrafe von 4,34 Milliarden Euro gegen Google verhängt und das Unternehmen unter Androhung von Zwangsgeldern aufgefordert, die kritisierten Praktiken abzustellen.

Die EU-Kommission wirft Google vor, Herstellern von Android-Smartphones und Tablets sowie Betreibern von Mobilfunknetzen «seit 2011 rechtswidrige Einschränkungen auferlegt» zu haben. Ziel sei es gewesen, die «beherrschende Stellung» bei Internet-Suchdiensten zu festigen.

Der US-Konzern wies die Vorwürfe zurück. «Android hat mehr Auswahl für alle geschaffen, nicht weniger», erklärte der Google-Sprecher. «Ein lebendiges Ökosystem, schnelle Innovation und niedrigere Preise sind klassische Merkmale eines robusten Wettbewerbs.»

Weitere Bussgeld-Entscheidung

Google hatte im vergangenen Jahr bereits Einspruch beim Gericht der Europäischen Union gegen eine weitere Bussgeld-Entscheidung der EU-Kommission eingelegt. Dabei ging es um die Suche nach Online-Shopping-Angeboten. Google war in dem Fall im Juni 2017 wegen der Benachteiligung von Konkurrenten zur Zahlung von 2,42 Milliarden Euro verdonnert worden.

Derartige Verfahren vor der EU-Justiz dauern mindestens anderthalb Jahre. Nach einer erstinstanzlichen Entscheidung wäre nochmals Revision vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) möglich.

(kaf/afp)

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