Aktualisiert 26.07.2011 10:15

Kahlschlag

Google+ löscht Konten

Wer sich mit einem Pseudonym oder Fake-Profil auf Googles sozialem Netzwerk anmeldet, muss damit rechnen, postwendend wieder rausgeschmissen zu werden.

von
mbu
Google+: Fake-Profile sind unerwünscht.

Google+: Fake-Profile sind unerwünscht.

Google+ fährt eine harte Linie, wenn es um die Angaben der persönlichen Daten geht. Offenbar wir angestrebt, dass die User ihre Profile unter Verwendung des echten Namens einrichten. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist zu lesen: «Benutzen Sie den Namen, mit dem Freunde, Familienmitglieder und Kollegen Sie normalerweise ansprechen.» Wer sich nicht daran hält, wird gelöscht.

«Skud» ist draussen

Dies bekamen zahlreiche Nutzer der Social Community am vergangenen Wochenende zu spüren. Zu den Betroffenen zählt auch eine gewisse Kirrily Robert. Sie hatte ihr Profil unter ihrem Nicknamen «Skud» angelegt - und wurde prompt der Community verwiesen, schreibt sie auf ihrem persönlichen Blog. Sie wurde aufgefordert eine Ausweiskopie mit Foto einzureichen. Ziemlich eigenartig, wenn man weiss, dass Skud bis Mitte Juli noch selbst auf Googles Lohnliste gestanden hatte.

In bester Gesellschaft

Auch der kanadische Schauspieler William Shatner, bekanntgeworden in der Rolle des Captain Kirk, hat Googles strengen Kurs zu spüren bekommen. Über sein Twitter-Profil vermeldete er letzte Woche seinen Rauswurf bei Google+. Offenbar war man bei Google der Meinung, dass es sich um ein Fake-Profil handelte. Erst als sich der Irrtum auflöste, wurde der Account wieder freigeschaltet. Die kürzlich auf der Titelseite des renommierten Wired-Magazins abgebildete IT-Unternehmerin Limor Fried wurde ebenfalls kurzeitig von Google+ verbannt.

Ob Google per Algorithmus, durch Mitarbeiter oder seitens anderer User auf nicht-regelkonforme Profile aufmerksam wird, ist nicht klar. Wer sich zu Unrecht blockiert fühlt, hat die Möglichkeit, sich per Kontaktformular bei Google zu beschweren.

Update 26.7.2011: Inzwischen hat sich der Google-Manager Vic Gundotra zur aktuellen Diskussion geäussert. Es gehe nicht darum, dass sich die Leute zwingend mit dem richtigen Namen anmelden würden. Man wolle aber verhindern, dass offensichtlich gefälschte Profile aufgeschaltet werden. Auch Sonderzeichen haben seiner Ansicht nach nichts in den Profilnamen zu suchen. Es gehe darum, eine positive Grundstimmung zu schaffen. Das sei ein bisschen wie in einem Restaurant, wo es Gästen auch nicht erlaubt sei, ohne T-Shirt zu essen.

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