Google meldet Börsengang an
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Google meldet Börsengang an

Die weltweit grösste Internet- Suchmaschine Google hat bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsicht (SEC) den lang erwarteten Börsengang beantragt.

Das Unternehmen wolle Aktien im Wert von 2,7 Milliarden Dollar zur Zeichnung anbieten, teilte Google am Donnerstag in Washington mit. Die Aktien sollten entweder an der New York Stock Exchange oder an der Technologiebörse Nasdaq notiert werden.

Als federführende Banken für die Abwicklung des Börsengangs benannte Google Morgan Stanley und Credit Suiss First Boston (CSFB).

In dem an die US-Börsenaufsicht SEC gerichteten Antrag nannte das Unternehmen auch Zahlen zum Ergebnis des abgelaufenen Jahres. Danach verdiente Google 105,6 Millionen Dollar bei einem Netto- Umsatz von 961,9 Millionen Dollar.

Im 1. Quartal dieses Jahres habe der Umsatz 389,6 Millionen Dollar betragen. Den Reingewinn für das Quartal gab das Unternehmen mit 64 Millionen Dollar an. Google kündigte an, in absehbarer Zeit keine Dividende zu zahlen.

Googles Börsengang ist der meisterwartete seit dem Platzen der so genannten Dot-com-Blase im Jahr 2000. Damals brachen die die Kurse vieler bis dahin mit grossen Hoffnungen betrachteten Technologieunternehmen ein.

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang dürfte sich Google für den verschärften Konkurrenzkampf gegen den US-Softwareriesen Microsoft, das Internet-Unternehmen Yahoo und andere Wettbewerber rüsten.

Google war vor sechs Jahren von ehemaligen Studenten der Stanford Universität - Sergey Brin und Larry Page - gegründet worden. Einen wichtigen Anteil am Erfolg der Firma hat auch der Schweizer Computerwissenschafter Urs Hölzle.

Als Professor in Stanford förderte er die beiden Studenten und wechselte nach der Gründung von Google von der Uni in das Unternehmen.

Der Mitteilung vom Donnerstag zufolge hält Page derzeit 38,6 Millionen Aktien an Google, Mitgründer Brin 38,5 Millionen. 23,9 Millionen Anteile liegen demnach bei den Investmentfirmen Kleiner Perkins und Sequoia Capital, 14,8 Millionen bei Firmenchef Eric Schmidt.

(sda)

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