Google revolutioniert den Handymarkt
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Google revolutioniert den Handymarkt

Google strebt mit aller Macht in den Mobilfunksektor. Die Suchmaschinen-Firma hat jetzt auch offiziell bestätigt, dass es das Internet mit einer Open-Source-Software aufs Handy bringen will.

«Das wird das Internet auf eine sehr coole Art ins Handy bringen», kündigte der für mobile Plattformen zuständige Google-Manager Andy Rubin an. Erste Geräte mit «Google inside» soll es in der zweiten Hälfte 2008 geben.

Google arbeitet nach eigenen Angaben mit vier Handy-Herstellern zusammen, die die Software in ihren Geräten integrieren wollen: Motorola, Samsung, HTC und LG Electronics. Motorola und Samsung setzen in einigen ihrer Smartphones auch das System Windows Mobile von Microsoft ein. Sprint Nextel und die Telekom-Tochter T-Mobile haben zugesagt, passende Dienste für die Google-Software in den USA bereitzustellen. Ausserhalb der USA gehören China Mobile, Telefonica und Telecom Italia zu den Mobilfunk-Partnern. Auch weitere Hersteller wie Intel oder Nvidia sind in der «Open Handset Alliance» vertreten. «Diese Partnerschaft wird das Potenzial der mobilen Technik für Milliarden von Nutzern in aller Welt erschliessen», sagte Google-Vorstandschef Eric Schmidt.

Eine nachträgliche Installation der Google-Software ist nicht vorgesehen, so dass es die Anwendung nur auf neuen Handys geben wird. Die Entwicklung begann bereits vor drei Jahren. Zusätzliches Know-how kam mit der Übernahme der von Rubin mitbegründeten Firma Android im Jahr 2005.

Das geplante «Software Stack» soll kostenlos sein, so dass für die Hersteller keine zusätzlichen Kosten entstehen, die dann im Preis weitergegeben werden müssten. Google verspricht sich vor allem eine grössere Reichweite für die von ihm transportierte Werbung.

Der Code der Handy-Software von Google soll frei zugänglich sein. Von diesem Open-Source-Ansatz erhofft sich das Unternehme, dass freie Entwickler eigene Anwendungen dafür programmieren und damit neue Funktionen ermöglichen. Bereits in der nächsten Woche soll ein «development tool kit» bereitgestellt werden.

(AP/mbu)

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