Panne: Google Translate patzt erneut
Aktualisiert

PanneGoogle Translate patzt erneut

Der Übersetzungsdienst des Suchmaschinisten läuft alles andere als rund. Wegen eines Fehlers machte er ungewollt Werbung für Skype.

von
hst
Google Translate: Gratis telefonieren kann man nicht nur über Skype.

Google Translate: Gratis telefonieren kann man nicht nur über Skype.

Bis vor kurzem übersetzte Google Translate «Call us for free» vom Englischen ins Italienische so: «Telefonare gratis con Skype», berichtete gestern TechCrunch.com. Mittlerweile hat der Suchmaschinenanbieter den Fehler aber behoben, wie es in einem Update des Berichts heisst. Translate macht immer wieder mit fehlerhaften Übertragungen Schlagzeilen. So hatte das Angebot beispielsweise im Februar 2009 aus dem englischen «Videos on Vimeo» das für Google günstigere, französische «des videos sur YouTube» gemacht. YouTube gehört zum Unternehmen. Auch dieser Bug ist längst beseitigt worden.

Auch die jüngst von Google präsentierte Neuerung für Docs macht Probleme: Nun kann man in der Online-Bürosuite Bilder und Texte aus PDF-Dateien entnehmen. Allerdings hat die Funktion Schwierigkeiten bei mehreren Spalten. Sie ist allerdings noch mit dem Label «experimentell» gekennzeichnet.

Zu alt für Google?

Weitere negative Schlagzeilen machte Google kürzlich mit einer Klage des Internet-Pioniers Brian Reid. Er war 2004 vom Unternehmen entlassen worden, weil er nicht in die Unternehmenskultur gepasst habe, hiess es. Wie futurezone.orf.at schreibt, bezog Reid dies auf sein damaliges Alter von 54 und hat den Suchmaschinisten daher nun vor Gericht gebracht. Eine Nichtigkeitsbeschwerde von Google wurde abgelehnt. Reid war unter anderem an der Entwicklung der ersten Firewall und der Suchmaschine Altavista beteiligt. In seiner zweijährigen Zeit bei Google sei er ständig mit Kommentaren wie «alter Mann» bedacht worden, so Reid. Auch sein 38-jähriger Vorgesetzter habe seine Ideen immer wieder als «zu alt, um von Bedeutung zu sein» abgetan. Google verwahrte sich gegen die Diskriminierungsvorwürfe. Man habe Reid entlassen, weil seine Abteilung aufgelöst wurde. Die Firma sei für Mitarbeiter jeden Alters offen. Von den 20 000 Vollzeitbeschäftigten seien zurzeit etwa 200 über 40 Jahre.

Aber auch Verbesserungen seiner Produkte gibt es vom Suchmaschinenanbieter heute zu melden. Google Maps Mobile 4.3 für alle Versionen ab Android 1.6 integriert nun Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel - allerdings noch nicht in der Schweiz. Darüber hinaus wurde die Integration des Ortungsdienstes Latitude vertieft: Basierend auf den E-Mail-Kontakten des Users liefert die App Vorschläge für weitere, die man hinzufügen könnte, um ihnen die eigene Position übermitteln zu können. Ausserdem lassen sich nun Bewertungen - beispielsweise von Bars - direkt anzeigen. Dank farblicher Markierungen kann man überdies schnell sehen, ob Nutzer überwiegend positive Kommentare hinterlassen haben.

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