Post-Präsident Schwaller: «Google und Amazon sind unsere Konkurrenten»
Aktualisiert

Post-Präsident Schwaller«Google und Amazon sind unsere Konkurrenten»

Der Onlinehandel bringt eine Paketflut, von der die Post aber kaum profitiere, sagt Post-Präsident Urs Schwaller im Interview.

von
Isabel Strassheim
Bern

«Die Menge bricht uns weg»: Post-Präsident Urs Schwaller.

Ihr neuer Paketrekord von 122 Millionen Stück (fast plus 6 Prozent) vergangenes Jahr nutzt der Post kaum etwas. Denn der Gewinn daraus geht zurück. Der Grund: Der Preisdruck von ausländischen Zustellern ist hoch. Ausserdem liefern die Onlinehändler auch selbst aus und sind damit billiger, weil sie ihren Gewinn über den Warenhandel und nicht über die Zustellung machen. «Google und Amazon sind unsere Konkurrenten», sagt Post-Präsident Urs Schwaller am Donnerstag im Video-Interview mit 20 Minuten.

Weil die Post ihre klassischen Dienste straffen muss, will sie bis 2020 ihr Netz auf 800 bis 900 Filialen reduzieren. Die zweite Gesprächsrunde mit den Kantonen hierzu steht bevor. «Wir hören da zu», sagt Schwaller.

Im Juni will die Post eine Schweiz-Karte mit dem geplanten Filialnetz veröffentlichen. Dann wird klar, wo die bis zu 600 Poststellen gestrichen werden. Zugleich sollen aber neue Postagenturen eingerichtet werden, beispielsweise in Dorfläden.

Hören Sie im Video-Interview mehr über die Gespräche mit den Kantonen und Gemeinden zum Postumbau.

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