«Mobilegeddon»: Google-Update könnte KMU hart treffen
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«Mobilegeddon»Google-Update könnte KMU hart treffen

Heute führt Google einen neuen Such-Algorithmus ein, der mobil-freundliche Websites favorisiert. Wer nicht vorbereitet ist, wird nach hinten durchgereicht.

von
pst
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Am Dienstag, 21. April 2015, findet das nächste grosse Google-Update statt. Die markanteste Änderung wird im mobilen Such-Algorithmus vollzogen.

Am Dienstag, 21. April 2015, findet das nächste grosse Google-Update statt. Die markanteste Änderung wird im mobilen Such-Algorithmus vollzogen.

20 Minuten
Neu wird die Suchmaschine auf mobilen Endgeräten sogenannte «mobile-friendly» Sites bevorzugen. Googelt man beispielsweise den Begriff «Zentrifuge», erscheint die mobilfreundliche Site der Firma Sigma heute lediglich auf dem sechsten Platz (Werbe-Anzeigen, Wikipedia- und Bilder-Einträge nicht gerechnet).

Neu wird die Suchmaschine auf mobilen Endgeräten sogenannte «mobile-friendly» Sites bevorzugen. Googelt man beispielsweise den Begriff «Zentrifuge», erscheint die mobilfreundliche Site der Firma Sigma heute lediglich auf dem sechsten Platz (Werbe-Anzeigen, Wikipedia- und Bilder-Einträge nicht gerechnet).

Google
Nach der Aktualisierung müssten die Sigma-Zentrifugen von Google zumindest auf Mobilgeräten ganz oben gelistet werden.

Nach der Aktualisierung müssten die Sigma-Zentrifugen von Google zumindest auf Mobilgeräten ganz oben gelistet werden.

Google

Wenn Google heute Dienstag das nächste grosse Suchmaschinen-Update vollzieht, könnten zahlreiche mittlere und kleine Unternehmen die Leidtragenden der Umstellung sein. Google wird nämlich den mobilen Such-Algorithmus ändern. Das heisst, Suchergebnisse auf mobilen Endgeräten werden von der Suchmaschine ab morgen anders gewichtet.

Neu wird der Algorithmus sogenannte «mobilfreundliche» («mobile-friendly») Websites favorisieren, sprich weiter oben in den Such-Resultaten anzeigen. Dazu zählen etwa Seiten mit grossem Text, einfach anzuklickenden Links sowie der Fähigkeit, sich automatisch an die Grösse verschiedener Bildschirmgrössen anzupassen. Wer seine Site also noch nicht für Mobilgeräte optimiert hat, könnte Opfer dieser in US-Medien bereits als «Mobilegeddon» betitelten Umstellung werden.

Nicht überraschend

Unerwartet kommt der Schritt von Google nicht. Der Suchkonzern hatte die Änderung bereits Ende Februar hat Google angekündigt. Allgemein rät der Suchmaschinen-Riese Betreibern von Websites schon seit Längerem, ihre Online-Auftritte für Mobilgeräte zu optimieren. Schliesslich greifen je länger desto mehr Menschen von Smartphones oder Tablets auf das Internet zu. Bereits machen Zugriffe von mobilen Endgeräten 60 Prozent des Online-Verkehrs aus.

Dennoch könnte das Update verheerende Folgen für Millionen von Websites haben, wenn sie sich in den Suchresultaten plötzlich weit hinten wiederfinden. Leidtragende könnten vor allem mittlere und kleine Betriebe sein, die von der Aktualisierung nichts wüssten, wird Itai Sadan, CEO des Websiten-Entwicklers Duda, vom «Business Insider» zitiert. Aber auch grosse Marken wie etwa Ryanair oder Versace könnten Mobilegeddon in Form von weniger Klicks zu spüren bekommen. Sie haben ihre Websites zur Stunde noch nicht aktualisiert.

Wer sich nicht sicher ist, ob die eigene (oder auch eine andere) Website mobilfreundlich ist, kann dies mit diesem von Google veröffentlichten Tool überprüfen. Weiterführende Informationen liefern zudem Googles Webmaster-Tools im sogenannten «Mobile Usability Report».

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