Klare Vorschriften: Google verbietet Mitarbeitern Dropbox

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Klare VorschriftenGoogle verbietet Mitarbeitern Dropbox

Google experimentiert gern mit neuer Hard- und Software. Wenn es um die interne Benutzung fremder Programme und Geräte geht, ist man restriktiver.

von
pru
Die bunte Arbeitsumgebung wirkt zwar verspielt, wenn es um die Benutzung fremder Software und Hardware geht, gibt es bei Google nicht viel zu lachen.

Die bunte Arbeitsumgebung wirkt zwar verspielt, wenn es um die Benutzung fremder Software und Hardware geht, gibt es bei Google nicht viel zu lachen.

Google hat ein wachsames Auge auf seine Schäfchen. In einem Interview mit dem Tech-Blog Allthingsd erläuterte CIO Ben Fried, der die Richtlinien für den internen Umgang mit Technik vorgibt, weshalb Google-Mitarbeiter nicht uneingeschränkte Freiheit geniessen, wenn es um die Wahl von Software und Hardware geht.

Beispielsweise ist es Angestellten verboten den Cloud-Speicher-Dienst Dropbox zu benutzen. Stattdessen setzt man auf den hauseigenen Service Google Drive. Weil die Zahl der Mitarbeiter ständig wächst (aktuell 45'000), musste ein Programm her, um Dokumente online zu speichern. Weil sich Google nicht darauf verlassen wollte, sensible Daten auf fremden Servern zu speichern, entstand Google Drive.

Google Hangouts, das Äquivalent zu Skype oder Whatsapp, entstand ebenfalls, weil man eine hauseigenen Lösung suchte. Aus dem internen Programm Google Video Conferencing entstand die Konsumentenlösung Hangouts, die mittlerweile auf allen Android-Geräten verfügbar ist.

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Windows nur mit Bewilligung

Auch bei der Wahl der Laptops existieren Auflagen. Google empfiehlt Linux, Mac und neu auch Chromebooks. Die heterogene Mischung senke das Risiko von Angriffen, erklärt Fried. Wer dennoch auf Windows arbeiten möchte, braucht eine Sonderbewilligung, in der begründet wird, warum das Microsoft-Betriebssystem unverzichtbar ist. Das Gleiche gilt für Microsoft Office und Apple iWork. Auch dabei setzt man auf eigene Dienste wie Google Docs. Private Laptops mitbringen ist aus Sicherheitsgründen total verboten. Ausser Chromebooks, da diese Geräte nur wenig Daten lokal abspeichern, so Fried.

Etwas flexibler zeigt sich Google bei der Handy-Wahl. Zwar wird jedem Mitarbeiter nahegelegt, ein Android-Smartphone zu benutzen. Mehrere Tausend Googler brauchen aber weiterhin Geräte von Fremdherstellern wie Apple. Fried erklärt, dass es Google bei all den Vorschriften nicht darum gehe, Angestellte in ihrer Arbeit zu behindern, sondern im Gegenteil, ihnen die Arbeit durch effizientere Systeme zu erleichtern.

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