14.07.2014 21:47

«Ingress»

Google veröffentlicht Kultspiel für iOS

Das Spiel «Ingress» verknüpft die reale mit der virtuellen Welt. Bisher durften nur Android-Nutzer Agenten spielen. Neu können auch iPhone-Besitzer um digitale Portale kämpfen.

von
tob

Beim Spiel «Ingress» geht es um die Weltherrschaft. Das Game verwandelt die reale Welt in ein globales Schlachtfeld. Das eigene Smartphone wird dabei zur Waffe. Es geht um Geheimnisse, Machtkämpfe und Verwicklungen. Denn: Ein Team von Wissenschaftlern hat eine neuartige Energie entdeckt. Bei «Ingress» streiten sich zwei Fraktionen um die Macht. Die sogenannt Erleuchteten wollen die neu entdeckte Materie kontrollieren und sich deren Macht zunutze machen. Der Widerstand hingegen versucht die Menschen davor zu schützen.

Gleich zu Beginn des Spiels entscheidet man sich für eine Seite. Aufgebaut ist das Spiel wie eine Art digitale Schnitzeljagd. Es verbindet Augmented Reality mit Echtzeit-Strategie. Gekämpft wird dabei wortwörtlich auf der Strasse. Statuen, Haltestellen oder Brunnen: Bei «Ingress» werden reale Orte zu Portalen, die man erobern muss. Ein einfacher Klick auf die Portale genügt dabei nicht. Die Spieler müssen physikalisch vor Ort sein, um die digitalen Trophäen zu erhalten. Nur wer sich also auch in der echten Welt bewegt, kommt bei «Ingress» voran.

«Es ist Zeit für neue Agenten»

Bisher war das Spiel, das seit 2012 bereits über vier Millionen Downloads verzeichnet hat, nur für Android erhältlich. Jetzt hat die Google-Tochter Niantic Labs das Game auch für Apple-Geräte veröffentlicht. «Es ist an der Zeit, neue Agenten zu rekrutieren», schreiben die Entwickler in einem Blog-Eintrag. Sowohl für iOS als auch für Android ist das Spiel kostenlos. Einen Teil der Kosten dürfte Google über Kooperationen finanzieren: In Deutschland mutierten 2013 rund 1000 Filialen von Vodafone zu «Ingress»-Portalen. Wer ein solches Tor erobern wollte, musste also zwingend den Laden betreten. Für Google ist «Ingress» auch ein Experiment, um neue Geschäftsmodelle für standortbezogene Werbung zu erkunden, wie der Entwickler John Hanke in einem Interview mit der Fachzeitschrift «c't» erklärt.

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