Aktualisiert 20.10.2009 08:26

Konkurrenzkampf

Google will Apple erneut austricksen

Die beiden Unternehmen liefern sich einen Kleinkrieg um Apps für iPhone und iPod touch. Nun könnte der Suchmaschinenanbieter den Apfel-Konzern wiederholt ins Leere laufen lassen.

von
hst

Wie 20 Minuten Online Ende Juli berichtete, sperrte Apple die Google-Applikation zum Ortungsdienst «Latidude» aus dem App Store aus. Daraufhin veröffentlichte Google seinen Service als Web-Anwendung, die aber in Sachen Komfort nicht mit einer klassischen App für iPhone und iPod touch mithalten kann.

Wenige Tage später erhielt die Technologie-Soap Apple versus Google eine neue Folge: Apple entfernte mit «Google Voice» eine weitere Anwendung des Suchmaschinenanbieters aus dem App Store. Das Angebot ist in der Schweiz noch nicht verfügbar. US-Nutzer können dank dem webbasierten Dienst bereits unter anderem Gratis-SMS versenden und günstigere Gespräche führen als über etablierte Mobilfunkprovider. Ausserdem ist man über eine Nummer auf mehreren Geräten erreichbar (siehe obiges Video). Apple begründete den Rauswurf damit, dass die Anwendung nur Funktionen biete, welche das iPhone längst habe.

Google-Chef verlässt Apples Aufsichtsrat

Vor einer Woche folgte dann Episode 3: Apple gab bekannt, dass sich Google-Boss Eric Schmidt aus dem Aufsichtsrat zurückzieht. Schmidt würde sich aus vielen Teilen von Aufsichtsratssitzungen heraushalten müssen, um mögliche Interessenskonflikte zu vermeiden. «Darum haben wir gemeinsam entschieden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Eric ist, sein Amt im Apple-Verwaltungsrat niederzulegen», erklärte Apple-Chef Steve Jobs in einer Pressemitteilung. Schmidt gehörte dem Kontrollgremium seit August 2006 an.

Wie die New York Times berichtet, könnte der Suchmaschinenkonzern mit «Google Voice» nun das wiederholen, was er bereits mit «Latidude» gemacht hat - das Tool als Webanwendung anbieten. Apple hätte dann nur noch die Möglichkeit, die entsprechende Webseite im Browser Safari zu sperren. Beide Unternehmen haben sich bislang nicht zu den Gerüchten geäussert.

Im Fall einer weiteren Applikation scheint Apple hingegen kein Problem damit zu haben, dass sie Google-Dienste attraktiver macht. «GPush», ein kostenpflichtiges Tool des Anbieters Tiverias Apps, über das sich Google-Mail-Nachrichten fast in Echtzeit abrufen lassen, sei von Apple akzeptiert worden, schreibt TechCrunch.

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