04.06.2015 14:33

Foodporn-Analyse

Google will wissen, was auf unseren Tellern liegt

Die App Im2Calories ermittelt den Kalorienwert von fotografierten Menüs. Allerdings ist die Trefferquote der App derzeit nocht nicht sonderlich hoch.

Die App Im2Calories würde in dieser Situation die Anzahl Kalorien des Desserts berechnen.

Die App Im2Calories würde in dieser Situation die Anzahl Kalorien des Desserts berechnen.

Jetzt will Google auch noch wissen, was bei uns auf dem Teller liegt. Auf dem Deep Learning Summit in Boston hat der Google-Forscher Kevin Murphy die App Im2Calories vorgestellt, die die Anzahl Kalorien von Speisen berechnen kann. Macht man mit der Handykamera ein Foto von einzelnen Lebensmitteln oder dem ganzen Menü, analysiert die App die Speisen und gibt an, wie viel Kalorien sie enthalten.

Die App vergleicht die Bilder mit einer Datenbank und nutzt künstliche Intelligenz zur Ermittlung der Kalorienzahl. Gemäß einem Bericht von «Popular Science» berücksichtigt die App sowohl die Portionengröße als auch die verwendeten Zutaten.

Lernfähige App

Apps, die berechnen, wie viele Kalorien man zu sich nimmt, gibts viele. Doch funktionieren Apps wie MyFitnessPal, Kalorien-Rechner oder der Kalorienzähler von Fatsecret nur mittels schriftlicher Eingaben der Nutzer. Dabei muss man in die App eintragen, was man gerade isst. Bei manchen Apps lassen sich zudem die Strichcodes von Lebensmittelverpackungen scannen und dann die Menge angeben, wie viel man davon gegessen hat.

Mit Im2Calories wird das Kalorienzählen also wesentlich einfacher. Dabei müssen die Fotos nicht einmal hochauflösend sein. Ein durchschnittliches «Foodporn-Bild in Instagram-Qualität» reicht aus, um eine Analyse zu machen, wird der Google-Entwickler Murphy im Bericht zitiert.

Bisher liege die Trefferquote der App erst bei 30 Prozent, sagt der Forscher. Doch die App lernt stets dazu, sodass die Berechnungen immer genauer werden dürften. Unter anderem lernt die Applikation dadurch, dass die Nutzer nicht erkannte Speisen selbst zuordnen können. Dies würde aber auch bedeuten, dass die analysierten Fotos in einer Bilder-Datenbank bei Google aufbewahrt und weiterverwendet werden könnten. Bisher befindet sich das Projekt noch in einer Testphase. Wann Google die App veröffentlichen wird, ist nicht bekannt.

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