Aktualisiert 21.03.2006 12:08

Google wird auch noch Börsenplattform

Google legt sich mit professionellen Finanzinformationsdiensten an: Seit heute ist Google Finance online. Die Plattform bietet eine Kombination aus Börsenkursen, Wirtschaftsnews, Blogs und Grafiken.

Mit seiner heute lancierten Finanzplattform will die Suchmaschine der Konkurrenz das Fürchten lehren. Entsprechend grossspurig kündigt Google an, dass man «das Gesicht der Finanzseiten verändern» wolle.

Nach Unternehmensangaben haben Studien immer wieder ergeben, dass Google-Nutzer sich vor allem von zwei Dingen mehr wünschen: Landkarten und Finanzinformationen. Und auch der Direktvergleich zeigt den Nachholbedarf, denn die Konkurrenz ist bereits viel weiter: Yahoo betreibt die meistbesuchte Finanzsite der Welt. Sie hat über 31 Millionen unique visitors zu bieten, die im Schnitt 54 Minuten pro Besuch auf der Seite verbringen. Zeit genug, um die Börseninteressierten mit Werbung einzudecken.

Google will die Konkurrenz mit «interaktiveren» Börsencharts, schnellerem Zugang zu börsenrelevanten Nachrichten und Zeitungsartikeln und mit Fotos von Unternehmensgrössen schlagen. Dabei kann die Suchmaschine aus Mountain View auf die eigene Datenbank zurückgreifen.

Börsendaten und -nachrichten will man sich zuliefern lassen: Von Hoover's, Interactive Data, Reuters and Morningstar. Auch Unternehmensblogs und andere Weblogs sollen in das Angebot eingebunden werden. Der neue Dienst ist, wie bei Google üblich, kostenlos. Zunächst gibt es den Dienst nur auf Englisch. Ob und wann er auf Deutsch kommt, ist zur Zeit noch nicht bekannt.

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