Nach WLAN-Schnüffelei: Google zahlt in den USA Millionenstrafe
Aktualisiert

Nach WLAN-SchnüffeleiGoogle zahlt in den USA Millionenstrafe

«Don't Be Evil»? Denkste. Der Slogan von Google wird immer mehr zum Rohrkrepierer. Jetzt bezahlt der Konzern in den USA eine Strafe von sieben Millionen Dollar, weil er in ungeschützten WLAN-Netzen herumgeschnüffelt hatte.

Mit solchen Fahrzeugen hat Google in ungeschützten WLAN-Netzen herumspioniert.

Mit solchen Fahrzeugen hat Google in ungeschützten WLAN-Netzen herumspioniert.

Der Internet-Konzern Google hat sich in den USA bereit erklärt, eine Strafe von sieben Millionen Dollar zur Beilegung eines langwierigen Datenschutzverfahrens zu zahlen. Die am Dienstag mit den Behörden mehrerer US-Staaten geschlossene Vereinbarung betrifft die Sammlung von E-Mails, Passwörtern und anderen sensiblen Daten in ungeschützten WLAN-Netzen. Im Mai 2010 stoppte Google die Anfang 2008 begonnene Praxis, die im Zusammenhang mit Aufnahmen von Strassenbildern für den Dienst Street View stand. Die Erfassung von WLAN-Daten sollte nach Angaben von Google nur der besseren Lokalisierung der Aufnahmen dienen.

Die Datenschutzaffäre fügte dem Image des Unternehmens mit dem Wahlspruch «Don't Be Evil» erheblichen Schaden zu. Das Unternehmen erklärte dazu am Dienstag in Mountain View: «Wir arbeiten intensiv, um die Wahrung der Privatsphäre bei Google sicherzustellen.» In diesem Fall sei dies nicht geschehen, weshalb das Unternehmen schnell darauf reagiert habe. Die Vereinbarung verlangt von Google auch, alle in den WLAN-Netzen gesammelten Daten zu löschen. (sda)

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