Helmkamera: GoPro-Aktie wegen Schumi-Unfall im Sinkflug
Aktualisiert

HelmkameraGoPro-Aktie wegen Schumi-Unfall im Sinkflug

Der Kamerariese GoPro leidet unter den Gerüchten rund um den Unfall von Michael Schumacher. Die Helmkamera soll schuld am schlechten Zustand des ehemaligen Formel1-Fahrers sein.

von
ale

Schlechter Wochenstart für GoPro: Die Aktie des Kameraherstellers lag bei Handelsschluss an der deutschen Börse fast 15 Prozent unter dem Einstiegspreis. Auch auf dem US-amerikanischen Handelspatz Nasdaq gab die Aktie zeitweise bis zu 10 Prozent nach. Ursache für den Preiszerfall soll laut «Business Insider» ein Bericht sein, der die Helmkamera von Schumacher mit der Schwere seines Unfalls in Verbindung bringt.

Laut einem Artikel von «Eurosport», berichtete der französische F1 Journalist Jean-Louis Moncet im Radio Europe 1, dass die Kamera welche auf Schumis Helm montiert war, die Verletzung des ehemaligen Formel1-Piloten verursacht hat. «Michaels Problem bei dem Unfall war nicht der Schlag, sondern die GoPro, die auf seinem Helm montiert war.» Sie habe die Struktur des Helms geschwächt. Als Quelle nennt der Journalist Schumachers Sohn Mick (14), der bei dem Unfall dabei war.

BFU warnt vor Helmkameras

Es ist nicht das erste Mal, dass Helmkameras kritisiert werden: Im Januar warnte die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) vor den Gefahren einer Helmkamera. Jedoch wurde zum ersten Mal der Name GoPro explizit mit einem Unfall in Verbindung gebracht.

Der britische «Telegraph» berichtet im Februar 2014 über die Untersuchungen mit der GoPro von Schumacher: Der Helm sei bei dem Unfall in mehrere Teile zerbrochen, ja regelrecht explodiert - obwohl das Material in Ordnung gewesen sei. Die Experten der französischen Alpinistenschule Ensa prüften deshalb, ob Schumachers Kamera die Stabilität des Helms verändert habe.

Michael Schumacher (45) hält sich nach über acht Monaten im Spital wieder in seinem Anwesen in Gland VD am Genfersee auf.

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