05.12.2018 04:46

Zoo Zürich

Gorilla Mamitu (41) nahm wegen Grippe stark ab

Mehrere Gorillas im Zoo Zürich sind kürzlich an der Grippe erkrankt. Besonders hart traf es Mamitu (41). Das ältere Tier verlor rund zehn Kilogramm. Seine Erholung braucht Zeit.

von
som
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Mamitu starb im Alter von 41 Jahren, nachdem sich ihr Gesundheitszustand zunehmend verschlechter hatte.

Mamitu starb im Alter von 41 Jahren, nachdem sich ihr Gesundheitszustand zunehmend verschlechter hatte.

Enzo Franchini/Zoo Zürich
1986 sorgte sie für den ersten Gorillanachwuchs in Zürich.

1986 sorgte sie für den ersten Gorillanachwuchs in Zürich.

Peter Bolliger
Bis 2012 gebar sie weitere acht Jungtiere.

Bis 2012 gebar sie weitere acht Jungtiere.

Photographer: Peter Bolliger

«Unser Gorilla-Weibchen Mamitu ist derzeit sehr dünn.» Sie befinde sich deshalb unter tierärztlicher Aufsicht: «Sie hatte kürzlich die Grippe und dabei viel Gewicht verloren.» Ein Zettel mit dieser Nachricht hängt momentan an der Scheibe des Gorilla-Geheges im Zoo Zürich. Wie Direktor Alex Rübel auf Anfrage sagt, ist der Zustand von Mamitu (41) mittlerweile stabil: «Die Erholung braucht aber Zeit.»

Alles begann mit einer Grippewelle im November, die bei den acht Gorillas im Affenhaus grassierte, wie Rübel sagt: «Mehrere Tiere hatten eine laufende Nase, waren schlapp und frassen wenig.»

Menschen können Gorillas anstecken

Laut Rübel passiert das bei den Menschenaffen alle paar Jahre. Sie sind gemäss Rübel die einzigen Tiere, die sich mit der Grippe von Menschen anstecken können – im Zoo Zürich von den Tierpflegern. «Natürlich treffen wir Massnahmen, indem erkranktes Personal nicht mit den Affen arbeiten darf.» Trotzdem könne man eine Ansteckung nicht ganz verhindern: «Sie ist möglich, bevor man Symptome hat.»

Wie Menschen sind gewöhnlich auch die Affen nach rund zwei Wochen wieder komplett gesund: «Wir geben ihnen höchstens mal ein Schmerzmittel, wenn wir das Gefühl haben, dass das Tier Kopfweh hat.» Mamitu zählt mit ihren 41 Jahren aber schon zu den älteren Semestern und leidet deshalb stärker unter einer Grippe.

Rund zehn Kilo verloren

Rübel schätzt, dass sie während ihrer Krankheit etwa zehn Kilo verloren hat – gesunde Weibchen wiegen etwa 85 bis 90 Kilogramm. «Wenn Mamitu liegt, sieht man ihre Rippen.» Weil dies aufmerksamen Besuchern aufgefallen sei, habe man den Zettel angebracht.

Seit einigen Tagen geht es ihr aber wieder besser und gemäss Rübel ist sie wieder unternehmungslustiger. Kraftfutter, damit sie wieder zunimmt, bekommt sie nicht: «Die Tierpfleger versorgen sie aber derzeit gezielt mit Futter, mit dem Ziel, dass sie wieder richtig frisst.»

Gorillas toben im Schnee

Das Video zeigt, wie Gorilla Mawimbi im Zoo Zürich im Schnee tobt.

Gewöhnlich sind die Gorillas top fit. Hier tanzt Mawimbi im Schnee.

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