Erste Entlassung: Gottéron feuert Kossmann - doch ist das die Lösung?
Aktualisiert

Erste EntlassungGottéron feuert Kossmann - doch ist das die Lösung?

In den letzten zwei Jahren gehörte er noch zu den gefeierten Aufsteigern. Nun ist Hans Kossmann seinen Job los.

von
Marcel Allemann

Der Verwaltungsrat des HC Fribourg-Gottéron hat auf die sportliche Misere in der NLA-Meisterschaft (8 Niederlagen aus 11 Spielen, Rang 11) reagiert und Kossmann als Cheftrainer freigestellt. Es wird darüber gemunkelt, dass der 52-jährige Kanada-Schweizer, der Fribourg seit seiner Amtsübernahme 2011 zu einem Spitzenteam formte, von den Spielern raus gemobbt wurde. So sollen sich mehrere Akteure bereits vor der Saison über Kossmanns Arbeitsmethodik (er gilt als direkt und hart) beschwert haben. Als deutliches Zeichen der Klubleitung darauf wurde der Vertrag mit Kossmann noch vor dem ersten Saisonspiel vorzeitig bis 2016 verlängert.

Nach der 3:5-Niederlage vom Freitag gegen Lausanne sind die Kluboberen der Macht der Spieler nun offenbar trotzdem erlegen und feuerten Kossmann. In einer Medienmitteilung schreibt Gottéron, dass die Spieler somit eine zweite Chance erhalten, ihre Saison nach dem katastrophalen Start zu lancieren. Sie sollen wieder zu ihrem Vertrauen finden, um einen Playoff-Rang zu erreichen.

Kossmann ist nun zwar weg, aber ob dies die offensichtlichen Probleme im Klub löst, ist fraglich. Vorübergehend übernimmt Assistent René Matte zusammen mit Dany Gelinas. Bezüglich der Nachfolge wird automatisch der Name von Ex-Nati-Trainer Sean Simpson, der unlängst bei Jaroslawl (Russ) freigestellt wurde, zum Thema werden. Doch ob das wirklich passen würde? Während seiner Zeit als Nati-Trainer gehörten Fribourgs einflussreiche Top-Spieler Julien Sprunger und Andrej Bykow nicht gerade zu seinen Lieblingsspielern. Zudem ist Simpson auch ein ähnlicher Trainer-Typ wie Kossmann.

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