Umstrittene Playoff-Szene: Gottérons Goalie Brust kassiert Prügel
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Umstrittene Playoff-SzeneGottérons Goalie Brust kassiert Prügel

Es ist Playoff-Zeit im Eishockey. Das bedeutet auch, dass die Heads und die Verbandsjustiz vermehrt in den Mittelpunkt rücken.

von
fal

Playoff-Zeit: Julian Walker behandelt Gottérons Torhüter Barry Brust nicht gerade sanft. (Video: SRF/Tamedia)

Zum Playoff-Auftakt wurden am Sonntag zwei Verfahren eingeleitet. Die Aktionen von Noah Rod von Genève-Servette für einen möglichen Check gegen den Kopf von Berns Eric Blum sowie des Davosers Gregory Sciaroni (Check gegen das Knie von Biels Samuel Kreis) werden untersucht. Die beiden angegangenen Spieler, Nationalverteidiger Blum und Samuel Kreis, kehrten danach (34. beziehungsweise 55. Minute) nicht mehr aufs Eis zurück.

Eine andere Szene hat die Verbandsjustiz nicht auf den Plan gerufen. Im Startdrittel gerieten Luganos Julian Walker und Gottérons schillernder und phasenweise exzentrischer Goalie Barry Brust aneinander, wobei der Tessiner Stürmer den Gästetorhüter traktierte, als dieser auf dem Eis lag und seine Goaliemaske verlor. Die Heads sanktionierten die Tat von Walker mit einer Zweiminuten-Strafe wegen übertriebener Härte – mehr nicht.

Streits Einschätzung – Reibers Antwort

Dass Walker so gut davon kam, verwunderte den ehemaligen NHL-Verteidiger Mark Streit, der erstmals (und äusserst souverän) den ersten Playoff-Abend auf SRF als Experte begleitete. Streit überraschte es, dass die Freiburger Teamkollegen die doch ziemliche rauhe Aktion an ihrem Goalie offenbar tolerierten und auf eine Rache verzichteten. Der Berner meinte, dass in Nordamerika der Sünder – in diesem Fall Walker – ziemlich «an die Kasse gekommen» wäre.

Schiedsrichter-Chef Brent Reiber schaute sich die Szene an und verteidigte das Strafmass seiner Heads Micha Hebeisen und Ken Mollard in der Resega. «Es war ein richtiger Entscheid, Walkers Vergehen war nicht so schlimm, dass es eine grössere Strafe hätte nach sich ziehen müssen», erklärte Reiber gegenüber 20 Minuten. Überhaupt war der Referee in Chief mit der Leistung seiner Spielleiter in der ersten Playoff-Runde sehr zufrieden. (fal/sda)

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