Aktualisiert 07.10.2014 14:47

ReferendumGotthard-Gegner machen mobil gegen zweite Röhre

Der Verein «Nein zur 2. Gotthardröhre» hat das Referendum eingeläutet. Wer am Gotthard einen weiteren Tunnel baue, verloche das Geld am falschen Ort, so die Meinung der Gegner.

Das Nordportal des Gotthard-Strassentunnels.

Das Nordportal des Gotthard-Strassentunnels.

Die Gegner einer zweiten Gotthardröhre machen Ernst. Ein Bündnis aus 50 nationalen und regionalen Organisationen hat am Dienstag den Start des Referendums eingeläutet. Das Bündnis wirft Bundesrat und Parlament vor, mit falschen Versprechungen den Alpenschutz in der Verfassung umgehen zu wollen.

Die geplante Gesetzesvorschrift, nie mehr als zwei Spuren zu öffnen, sei ein Kniff, kritisiert der Verein «Nein zur 2. Gotthardröhre» in einer Mitteilung. Ein Gesetz könne jederzeit auch wieder geändert werden. «Machen wir uns nichts vor: Sobald die zweite Röhre steht, wird der Ruf laut, alle vier Spuren zu nutzen», wird Co-Präsidentin Caroline Beglinger zitiert.

Konkurrenz zu Agglo-Projekten

Die Gegner sehen eine zweite Gotthardröhre auch als Konkurrenz zu zahlreichen Agglomerationsprojekten, die noch keine gesicherte Finanzierung besässen. Wer am Gotthard einen weiteren Tunnel baue, verloche das Geld am falschen Ort.

Dem Verein gehören unter anderem die Alpeninitiative, der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) und die Parteien SP, Grüne und GLP an. (sda)

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