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Gotthard-Pass als Drehort für Hannibal und Elefanten

Vier Tage lang wehte auf dem Gotthard-Hospiz ein Hauch von Hollywood: Der deutsche Regisseur Joerg Altekruse drehte einen Dokumentarfilm über Hannibal.

«Wir haben auf dem St. Gotthard ein Wunder an Wetter und Unterstützung erlebt», schwärmte Joerg Altekruse (50), der schon öfters vor Ort war. Im Auftrag von Arte und dem Westdeutschen Rundfunk dreht der Deutsche einen Dokumentarfilm über Hannibal, der als einer der grössten Feldherren der Antike in die Geschichte einging.

Für die Low-Budget-Produktion stehen rund 350 000 Euro zur Verfügung. Sie wird drei Jahre dauern. Nach Drehs in Spanien und Frankreich gings letzte Woche auf den Gotthard-Pass: «Die fantastischen Landschaftsbilder sind für den Filmstoff wie geschaffen», so Altekruse. Für die Rolle der Kriegselefanten wurden Mocamba und Somali, Elefantenkühe des Zürchers Wendel Huber, eingesetzt. Während die 15-köpfige Crew im Albergo San Gottardo logierte, waren die beiden Dickhäuter in einer geheizten Garage der Schweizer Armee untergebracht.

Wetterglück für den Regisseur: Denn kaum waren die Szenen im Kasten, meldete sich auf dem Gotthard der Winter mit einem ersten Schneesturm. Die Crew hatte gerade noch Zeit, den Drehort zu verlassen, bevor der Pass gesperrt wurde. Der Film «Hannibal» soll frühestens im nächsten Februar auf Arte zu sehen sein.

(dag)

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