Aktualisiert 04.08.2004 12:21

Gotthard: Rückstand ist nicht mehr aufzuholen

Die ersten Züge werden den Gotthard-Basistunnel voraussichtlich erst Ende 2015 durchqueren können. Die Hoffnungen auf eine Inbetriebnahme der beiden 57 Kilometer langen Röhren im Jahr 2014 haben sich definitiv zerschlagen.

Grund für die Verspätung sind die Störzonen in Faido und Bodio, auf welche die Mineure im vergangenen Jahr gestossen sind. Die Bewältigung dieser Störzonen verursachte einen Rückstand von rund einem Jahr auf das Terminprogramm.

«Wir hofften seinerzeit, diese Verspätung im Laufe der restlichen Bauzeit mit etwas Glück noch aufholen zu können. Doch diese Hoffnung hat sich leider zerschlagen», sagte Peter Zbinden, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der AlpTransit Gotthard AG, am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Bodio.

Das komplexe System von Schächten, Stollen und Tunnelabschnitten weist mittlerweile eine Länge von 52,338 Kilometern auf. Dies entspricht 34,1 Prozent der Gesamtlänge von 153,4 Kilometern. Die Vortriebsarbeiten am längsten Eisenbahntunnel der Welt klappen mittlerweile ohne nennenswerte Probleme. (sda)

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