Aktualisiert 14.06.2004 11:49

Gottschalk trauert um seine Mutter

«Meine Mutter ist ganz friedlich eingeschlafen», wird der 54-Jährige zitiert.

Der Fernsehmoderator Thomas Gottschalk trauert um seine Mutter Rutila. Wie der Show-Master der «Bild»-Zeitung (Montagausgabe) sagte, starb die 82-Jährige am Donnerstag im Klinikum Kulmbach. «Meine Mutter ist ganz friedlich eingeschlafen», wird der 54-Jährige zitiert. Zusammen mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Christoph und seiner 42-jährigen Schwester Raphaela habe er zwei Tage an ihrem Sterbebett gewacht.

«Sie war sehr beruhigt, dass wir Kinder bei ihr waren», sagte Gottschalk laut «Bild». «Das war das Wichtigste.» Bei der Beisetzung am Samstag habe er die Trauerrede gehalten. «Wenn jemand von ihr die Begabung geerbt hat, im richtigen Moment das Richtige oder Falsche zu sagen, dann bin ich es», begründete er dies. «Ich weiss, was ich meiner Mutter zu verdanken habe.» Als Abschiedsgruss habe er gewählt: «Das Gefühl, ich mach dir keine Schande, bleibt.»

Die Familie habe die Todesnachricht zunächst geheim gehalten, um in aller Stille im engsten Kreis von der Mutter Abschied nehmen zu können, sagte Gottschalk. Die 82-Jährige sei vor zwei Wochen ins Klinikum Kulmbach eingeliefert worden: «Sie hatte in ihrem Leben drei Herzinfarkte, sie litt seit dem Tod meines Vaters an Zucker, sie hat aber immer wieder Kräfte hergeholt, wo keiner wusste, wie sie das schafft.» Die Mutter hatte die drei Kinder allein gross gezogen, nachdem der Vater, ein Rechtsanwalt, 1963 an Krebs gestorben war.

Gottschalk war dem «Bild»-Bericht zufolge gerade in Amerika, als er die Nachricht erhielt, dass seine Mutter im Sterben liegt. «Meine grösste Angst war immer, dass ich irgendwo in der Welt rumschwirre und aus Kulmbach die Todesnachricht kriege.» So habe er er aber zuletzt mit seinen Geschwistern Tag und Nacht bei seiner Mutter wachen können. (dapd)

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