Schweizer Bank: Credit-Suisse-CEO Gottstein tritt zurück, Bank mit hohem Verlust

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Schweizer BankCredit-Suisse-CEO Gottstein tritt zurück, Bank mit hohem Verlust

Die zuletzt angeschlagene Credit Suisse präsentiert am Mittwoch ihre Quartalszahlen. Thomas Gottstein verlässt die Bank. Nachfolger wird Ulrich Körner. 

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Thomas Gottstein verlässt die CS.

Thomas Gottstein verlässt die CS.

REUTERS
Neuer CEO wird Ulrich Körner.

Neuer CEO wird Ulrich Körner.

Credit Suisse
Die Credit Suisse macht Verlust.

Die Credit Suisse macht Verlust.

REUTERS

Darum gehts

  • Am Mittwoch präsentierte die Credit Suisse ihre Quartalszahlen.

  • Der bisherige CEO Thomas Gottstein verlässt die Bank.

  • Die Credit Suisse kündigte bereits im Juni an, dass sie ihren dritten Quartalsverlust in Folge ausweisen werde.

Chefwechsel bei der Credit Suisse: Ulrich Körner wird Nachfolger von Thomas Gottstein an der Spitze der zweitgrössten Schweizer Bank. Der derzeitige Chef der Asset-Management-Division wird Gottstein per Anfang August ablösen, wie die Bank am Mittwoch in Zürich mitteilte. Zuvor hatten bereits das «Wall Street Journal» und die «Financial Times» über den überraschenden Abgang Gottsteins und die Berufung von Körner berichtet.

Körner ist seit April 2021 Mitglied der Geschäftsleitung und Chef des Asset Management. Er kam von der UBS Group, wo er elf Jahre lang Mitglied der Konzernleitung war, davon sechs Jahre als Leiter des Bereichs Asset Management. Davor war er als Chief Operating Officer tätig. Bevor er zur UBS kam, war er bereits einmal in leitender Funktion bei der CS Suisse tätig.

Zusammen mit dieser Personalie und den Quartalszahlen hat die CS eine «umfassende Strategieüberprüfung» angekündigt, wobei die Kostenbasis mittelfristig auf unter 15,5 Milliarden Franken gesenkt werden soll und das Vermögensverwaltungsgeschäft und das Asset Management gestärkt werden sollen.

1,6 Milliarden Franken Verlust

Zudem veröffentlichte die Credit Suisse ihre Zahlen fürs zweite Quartal, welches sie mit einem massiven Verlust abgeschlossen hat. Wie bereits im Juni angekündigt, hat vor allem ein stark negatives Ergebnis in der Investmentbank die Grossbank in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich steht für das zweite Quartal ein Verlust von 1,6 Milliarden Franken, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Im gleichen Vorjahresquartal hatte sie noch einen Gewinn von 253 Millionen Franken erzielt.

Belastet wurde das Ergebnis im zweiten Quartal zudem von höheren Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige Positionen. Die Bank habe zudem unter den geopolitischen, makroökonomischen und marktspezifische Herausforderungen gelitten, hiess es.

Die schwierigen Marktbedingungen im zweiten Quartal 2022 haben nun insbesondere das Ergebnis der Investmentbank deutlich ins Minus gezogen, die Division weist einen Vorsteuerverlust von 1,1 Milliarden Franken aus. Belastet wird das Ergebnis der Grossbank aber auch von einem Verlust aus ihrer Beteiligung an der Fondsplattform Allfunds in der Höhe von 168 Millionen Franken.

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(DPA/fur)

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