Aktualisiert 14.11.2011 22:28

PyrosGraben zwischen FCL und seinen Fans wächst

Kommt es noch einmal zu einem Vorfall mit Pyros, will der FCL den Mietbeitrag ans Fanlokal Zone 5 kürzen. Geht gar nicht, sagen die Betreiber – und machen dem Klub ihrerseits heftige Vorwürfe.

von
Lena Berger
Zone-5-Präsident Stephan Simmen ärgert sich über die Drohungen des FC Luzern. (NOP)

Zone-5-Präsident Stephan Simmen ärgert sich über die Drohungen des FC Luzern. (NOP)

Nach dem jüngsten Pyro-Vorfall in Thun hat der FCL die Nase voll: Kommt es noch einmal zu einem solchen Ereignis – sei es zu Hause oder auswärts –, will der Klub Fahnen verbieten sowie seinen Mietbeitrag an das Fanlokal Zone 5 kürzen. Dort nervt man sich darüber gewaltig. «Der FC Luzern hat sich zu keiner Zeit an der Miete der Zone 5 beteiligt», sagt Stephan Simmen, Präsident des Vereins Zone 5. Man sei masslos enttäuscht, dass der hitzige Pyrokrieg nun mit Falschinformationen auf dem Rücken des Fanlokals ausgetragen werde. «Mit der Ankündigung wird zudem suggeriert, dass die Zone 5 ein Chaotentreff sei, was schlicht nicht stimmt», ärgert sich Simmen.

Mike Hauser, FCL-Sicherheitschef und Vorstandsmitglied der Fanarbeit Luzern, bestätigte gestern auf Anfrage, dass der Klub die Zone 5 nicht direkt unterstützt. «Allerdings ist die Fanarbeit, die vom FCL finanziell unterstützt wird, in denselben Räumen eingemietet. Obwohl die Fanarbeit nur ein Viertel der Fläche nutzt, bezahlt sie die Hälfte der Miete. Bei einem weiteren Vorfall müsste der Mietvertrag neu ausgehandelt werden.» Für Simmen ungerechtfertigt: «Die Fanarbeit zahlt mehr Miete, weil sie gratis Anlässe in der Zone 5 durchführen kann.»

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