Grammys: Neid und Missgunst danach
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Grammys: Neid und Missgunst danach

Die Grammy-Verleihung hat nicht jedem gepasst: Aretha Franklin wettert über ihre Alterskollegin Tina Turner, 50 Cent ist neidisch auf den Erfolg von Kanye West und Natalie Cole hält nichts von Amy Winehouses Preissegen.

Aretha Franklin, eine der ganz grossen Rhythm&Blues-Legenden der 60er- und 70er-Jahre, kocht: «Das war eine ganz billige Nummer, um einen Streit vom Zaun zu brechen, sagt die Sängerin in einem offiziellen Statement. Konkret regt sich Franklin über den gemeinsamen Auftritt von Beyoncé und Tina Turner bei den Grammys auf. Im Klartext: Dass Beyoncé ihren Ehrengast ehrfurchtsvoll vor ihrem Auftritt als «The Queen» angesagt hat.

Und die Königin wäre nach Ansicht von Aretha Franklin nicht Tina Turner sondern, genau, richtig erraten, sie selbst. Die erste Runde im Zickenstreit ist eröffnet.

50 rumpelt gegen Kanye West

Wer hätte das gedacht, dass ein mehrfacher Plattenmillionär, der im Geld schwimmt, so neidisch sein kann? 50 Cent neidet seinem Konkurrenten Kanye West seine diesjährigen Grammys und versucht gleichzeitig auch einen auf die Mitleids-Tour zu machen. O-Ton des Rappers: «Ich sag ja immer: 'Kanye kassiert die Trophäen und ich die Schecks.' Und sowas sag ich nur, weil die Grammys noch nie meinen Erfolg gewürdigt haben. Jedes Jahr übersehen sie mich und weshalb? Wegen der Gegend aus der ich stamme und wie ich aufgewachsen bin. Oh mein Gott, ihre Kinder könnten sich an mir ja ein Beispiel nehmen!» Der gute 50 kann einem schon fast leid tun, nicht?

Cole über Winehouse: «Man sollte schlechtes Benehmen nicht belohnen»

Jazz-Legende Natalie Cole ist nicht einverstanden, dass Amy am Wochenende mit fünf Grammys geehrt wurde. «Ich denke, sie hätte nicht gewinnen sollen. Ich denke, das ist eine falsche Botschaft an unsere jungen Leute, die versuchen, in dieses Geschäft hineinzukommen», sagte die Tochter von Jazzlegende Nat King Cole dem «People»-Magazin. «Wir müssen aufhören, schlechtes Benehmen zu belohnen.»

Natalie Cole, die früher selbst Probleme mit Drogen hatte, hält den Zustand der jungen Kollegin für ernst. «Ich will ihr Talent nicht schmälern, aber ich habe einfach das Gefühl, dass sie einen Platz einnimmt, den sie noch nicht verdient hat», betonte Cole.

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