Aktualisiert 18.05.2016 08:01

Untersuchung sistiert

Granatenleger bleibt unbekannt

Mitte Januar wurde beim Gallusmarkt in St. Gallen eine Übungsgranate entdeckt. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Untersuchung sistiert. Der Täter konnte nicht ermittelt werden.

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taw
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Am Freitagmittag wurde beim Bancomat im Eingangsbereich des Einkaufszentrums Gallusmarkt eine ausländische Übungsgranate gefunden.

Am Freitagmittag wurde beim Bancomat im Eingangsbereich des Einkaufszentrums Gallusmarkt eine ausländische Übungsgranate gefunden.

Kapo SG
Die Ermittlungen zur Täterschaft und ihren Motiven sind noch in Gange. Es wird unter anderem Video- und Bildmaterial des Eingangsbereichs ausgewertet.

Die Ermittlungen zur Täterschaft und ihren Motiven sind noch in Gange. Es wird unter anderem Video- und Bildmaterial des Eingangsbereichs ausgewertet.

Kapo SG

Es ist ein beispielloser Fall in der Ostschweiz. Am Freitag, 15. Januar 2016, kurz vor 12 Uhr wurde beim Bancomat im Eingangsbereich des Einkaufszentrums Gallusmarkt eine Granate entdeckt. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot an Spezialisten des Kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei St. Gallen und des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes der Stadtpolizei Zürich vor Ort. Ferner wurden vorsorglich die Feuerwehr und der Rettungsdienst aufgeboten. Einen schlechten Scherz oder die Handlung eines Sprengstoffnarren schloss die Polizei damals nicht aus. Für Josef Sachs, forensischer Psychiater, gibt es drei mögliche Hintergründe zur Tat, wie er damals ausführte: «Entweder wollte der Täter die Leute provozieren und Unruhe stiften, sich rächen oder er leidet an einer psychischen Störung.»

Wie die St. Galler Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, wurde nun die Untersuchung sistiert. Bei dem handgranatenähnlichen Gegenstand handelte es sich um eine Markierübungshandgranate US-amerikanischer Herkunft, die keinen Sprengstoff enthielt. «Die Person, die die Markierübungshandgranate deponierte, konnte nicht ermittelt werden», schreibt die Staatsanwaltschaft. Der Person hätte laut Roman Dobler, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft St. Gallen, eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe wegen Schreckung der Bevölkerung gedroht.

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