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Grand Canyon geflutet

Wissenschaftler haben den Grand Canyon geflutet, um das gefährdete Ökosystem der Schlucht zu retten.

Seit dem Bau eines grossen Staudamms vor 40 Jahren floss zumeist nur noch sedimentfreies Wasser durch den Nationalpark. Sand, Schlamm und Schwemmstoffe spielen aber eine wichtige Rolle beim Wachstum vieler Pflanzen und Fische. Viele Arten im Grand Canyon waren deshalb vom Aussterben bedroht.

Im Glen-Canyon-Damm wurden am Sonntag vier riesige Stahltore geöffnet, durch die in etwa 90 Stunden 800.000 Tonnen Sedimente aus dem Staudamm heraus und in die die Schlucht gespült werden sollten. Der Glen-Canyon-Damm hat den Canyon nachhaltig verändert: Vier von acht hier heimischen Fischarten verschwanden, eine fünfte ist vom Aussterben bedroht. Von den Sedimenten vor dem Bau des Damms sind nur noch sieben Prozent übrig geblieben, der Rest wurde in den vergangenen Jahren weggeschwemmt. Zuletzt war der Canyon 1996 geflutet worden.

http://www.usgs.gov/

http://sbsc.wr.usgs.gov/ (dapd)

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