25.09.2014 06:49

Tödlicher Unfall

Grand Jury spricht Nascar-Star Stewart frei

Er hatte bei einem Rennen einen Konkurrenten überfahren und tödlich verletzt: Nun ist der Nascar-Fahrer Tony Stewart von einer Grand Jury freigesprochen worden.

von
kai

Tony Stewart ist von jeglicher Schuld am tödlichen Unfall in der amerikanischen Nascar vor über sieben Wochen freigesprochen worden. Die Grand Jury von Ontario County im US-Bundesstaat New York wird keine Klage gegen Stewart, einen der populärsten Piloten der Rennserie, erheben.

Es gebe keinen Beweis, um den dreifachen Champion eines Verbrechens anzuklagen, erklärte Staatsanwalt Michael Tantillo. Die Grand Jury sichtete Rekonstruktionen des Unfalls, Fotos und Videoaufnahmen. Ausserdem wurden zwei Dutzend Zeugen angehört und weitere Beweise untersucht, ehe gegen eine Anklage gestimmt wurde. Laut toxikologischer Untersuchung stand der verunfallte Kevin Ward jr. am Abend vor dem Rennen unter Einfluss von Marihuana. Der Wert sei laut Staatsanwaltschaft so hoch gewesen, dass seine Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt gewesen sein könnte.

Augenzeuge unterstellte Stewart Absicht

Der Unfall hatte sich am 9. August auf dem Motorsports Park von Canandaigua, New York, ereignet. Stewart hatte den 20-jährigen Ward jr. mit seinem Wagen erfasst, nachdem der Nachwuchsfahrer sein defektes Auto verlassen hatte und auf Stewart zugegangen war.

Kurz nach dem tragischen Vorfall hatte es in den USA Diskussionen darüber gegeben, ob Stewart Ward absichtlich überfahren hatte. Ein Freund Wards, der Augenzeuge war, sagte sogar, Stewart habe absichtlich Gas gegeben. Dafür gibt es aber laut Polizei und Grand Jury keine Anzeichen.

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