«Watchmen»: Grandiose Umsetzung des «Unverfilmbaren»
Aktualisiert

«Watchmen»Grandiose Umsetzung des «Unverfilmbaren»

Alan Moores 1986 erschienener Comic-Roman gilt bis heute als unerreichtes Meisterwerk seiner Art – der einzige Comic, der vom «Time Magazine» in seine Liste der 100 besten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts aufgenommen wurde.

von
Philippe Zweifel

Schauplatz ist ein fiktives Amerika des Jahres 1985, das den Vietnamkrieg gewonnen hat und kurz vor dem nuk­learen Kräftemessen mit der Sowjetunion steht. In dieser Welt am Abgrund leben die Watchmen, eine Gruppe deaktivierter Superhelden, die wieder in Erscheinung tritt, nachdem einer aus ihrem Bund ermordet wurde. Bald stellt sich heraus, dass eine gigantische Verschwörung im Gang ist.

Der Kult-Comic «Watchmen» galt lange als unverfilmbar, US-Regisseur Zack Snyder («300») ist es nun ­gelungen, das Gegenteil zu beweisen. Seine Umsetzung ist grandios in ihrer Visualität und ihrem Detailreichtum. Ein düsterer, durch und durch pessimistischer Gegenentwurf zu edlen Comichelden wie Superman oder Spider-Man.

Gewiss: Die Superhelden sind hier desillusioniert, frustriert und zynisch. Einen echten Sympathieträger sucht man vergeblich – dafür kriegt der Zuschauer die ­erste echte Sexszene eines Superhelden-Films zu sehen.

«Watchmen», mit Malin Akerman, Billy Crudup, Matthew Goode, Regie: Zack Snyder.

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