Aktualisiert 06.06.2005 20:18

«Grands frères» sorgen für Sicherheit in Zug und Bus

Mehr Sicherheit dank den «grossen Brüdern»: SBB und Luzerner Verkehrsbetriebe starteten gestern ihr Pilotprojekt «Grands frères». Zweier-teams begleiten Stadtbusse und Regionalzüge.

«Die ‹Grands frères› – die grossen Brüder – sollen Vorbild sein, Hilfe leisten und auf Fehlverhalten aufmerksam machen», erklärt Peter Lehmann von der SBB. Stadträtin Ursula Stämmer-Horst fügt an: «Die ‹Grands frères› sind keine Hilfssheriffs und auch keine Ersatzpolizei.»

Nach einer zehntägigen Ausbildung stehen die 18 jungen Arbeitslosen, davon neun Frauen, täglich zwischen 6 und 23 Uhr im Einsatz. Nach positiven Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten in der Waadt und im Kanton Glarus ist VBL-Direktor Norbert Schmassmann guter Dinge: «Wir wollen Erfahrungen sammeln und entscheiden Mitte September, ob wir das Projekt weiterführen.»

Gleichzeitig prüft das Staatssekretariat für Wirtschaft, ob das Projekt künftig national unterstützt werden soll. Denn es hilft nicht nur den ÖV-Benutzern, sondern bietet auch jugendlichen Arbeitslosen eine gute Ausbildung und somit die Chance, ihre berufliche Perspektive zu verbessern. «Es kann losgehen», freut sich «Grand frère» Bahrudin Paftali. Der 32-Jährige ist motiviert und vor seinem ersten Einsatz «kein bisschen nervös».

(dah)

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