USA stehen still: Gratis-Burger für Budgetstreit-Opfer
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USA stehen stillGratis-Burger für Budgetstreit-Opfer

Eine Fastfood-Kette in Washington verspricht jenen Regierungsangestellten kostenlose Hamburger, die wegen des «Government Shutdown» nicht zur Arbeit gehen können.

von
whr
Gratis-Burger für Bundesangestellte in Zwangsferien.

Gratis-Burger für Bundesangestellte in Zwangsferien.

Seit Dienstagfrüh geht fast nichts mehr im öffentlichen Dienst der USA. Die gescheiterte Einigung der beiden Kammern im Kongress über einen Haushaltsentwurf hat dazu geführt, dass nahezu alle Mitarbeiter des Bundes für unbestimmte Zeit in einen Zwangsurlaub geschickt wurden - ohne Bezahlung.

Hungern müssen sie aber nicht: Eine Fastfood-Kette in Washington will ihnen kostenlos Burger servieren. Peter Tabibian, der die Kette Z-Burger mit vier Filialen in der US-Hauptstadt betreibt, ist sich des finanziellen Risikos durchaus bewusst. «Wenn das Ding über 20 Tage geht, werde ich Geld verlieren», sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

320'000 mögliche Betroffene

Der Burger-Brater will sich trotzdem nach eigenen Angaben mit den Staatsangestellten solidarisch zeigen, die einen Grossteil seiner Kundschaft ausmachen. Alle Regierungsmitarbeiter und kommunalen Angestellten in Washington, die in die Zwangsferien geschickt würden, könnten demnach gegen Vorlage ihres Dienstausweises einen Hamburger erhalten.

Schätzungen zufolge leben 320'000 Staatsangestellte in der US-Hauptstadt und den Vororten. Wer von den Angestellten der Bundesbehörden jetzt noch arbeiten darf, scheint willkürlich. Der Ökonom Stephen Fuller von der George Mason University sagte der «Washington Post», dass ein Haushaltsnotstand den Grossraum Washington täglich 200 Millionen Dollar kosten könnte. (whr/sda)

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