Aktualisiert 27.08.2012 15:15

Rhein-Blick inklusive:Gratis-Camping in der Stadt wird toleriert

Weisse Parkfelder statt teure Campingplätze: Immer mehr Touristen übernachten mit ihren Wohnmobilen direkt am Rhein. Die Tipps finden sie im Internet.

von
Samuel Hufschmid
Thomas Hirsch (49) mit seiner Familie am St. Alban-Rheinweg.

Thomas Hirsch (49) mit seiner Familie am St. Alban-Rheinweg.

«Ich habe im Web von diesem Standplatz gelesen», sagt Thomas Hirsch. Der 49-jährige Deutsche ist gemeinsam mit seiner Partnerin und den vier Kindern auf Europareise. Die Recherche habe sich gelohnt, sagt Hirsch, denn: «Der Platz am St. Alban-Rheinweg ist für uns optimal».

Grundsätzlich wäre Campieren in der Stadt Basel verboten, aber gemäss Polizeisprecher Klaus Mannhart ist Campieren Definitionssache: «Solange die Leute nur übernachten, sind wir tolerant».

Auch finanziell lohnt sich der Aufenthalt mitten in der Stadt. Die weissen Parkplätze sind entweder gratis oder kosten, wie am St. Alban-Rheinweg, 50 Rappen pro Stunde. Für eine Nacht auf dem Campingplatz in Kaiseraugst würden 33 Franken fällig, in Reinach müsste die sechsköpfige Familie sogar 58 Franken zahlen. Die Ersparnis käme ihnen zwar gelegen, sei aber nicht die Hauptmotivation, sagt Hirsch: «Wir Wohnmobil-Fahrer sind keine Camping-Platz-Typen sondern suchen unsere Standplätze lieber selber».

Gemäss Polizei ist das Phänomen nicht neu. «Am Erdbeergraben hatten wir immer schon Camper, aber mittlerweile merken die Leute halt, dass es in Basel noch schönere Parkplätze gibt», sagt Mannhart.

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