Aktualisiert 23.04.2014 12:50

Freier EintrittGratis in den Ausgang dank «Kultur for free»

Zwei Berner organisieren Kultur-Events, für die keine Eintrittspreiss fällg werden. Die erste «Kultur for free»-Veranstaltung macht die Live-Band Junior im Club Rondell.

von
Alessandro Meocci
Die Kreativ-Köpfe hinter "Kultur for free": Bjørn Strømme (29) und Jonas Mendler (32).

Die Kreativ-Köpfe hinter "Kultur for free": Bjørn Strømme (29) und Jonas Mendler (32).

Das Konzept ist einfach, aber bestechend: In einem öffentlichen Veranstaltungsort, der dann eigentlich geschlossen hat, wird eine Veranstaltung mit freiem Eintritt geboten. Die anfallenden Kosten werden durch den Barbetrieb gedeckt. Was ehrgeizig klingt, wurde vor einem Jahr bereits erfolgreich getestet – «Kino for free» sorgte damals für volle Kinosäle (20 Minuten berichtete). «Das brachte uns auf die Idee, das Konzept auf andere Bereiche kultureller Veranstaltungen auszuweiten», sagt Initiant Bjørn Strømme (29).

Kultur ist nicht kostenlos

Aus der Idee ist das Label «Kultur for free» entstanden. «Der Name ist etwas provokativ», so Co-Organisator Jonas Mendler (32). Ihnen sei jedoch bewusst, dass es Kultur nicht zum Nulltarif gebe. «Die Künstler erhalten auch bei uns ihre Gagen, finanziert durch das Publikum», sagt Mendler. Dies kommen einfach nicht über den klassischen Eintrittspreis, sondern via Konsumation zusammen. «Die Signalwirkung, dass Kultur nichts kosten darf, muss konsequent vermieden werden», sagen beide unisono.

Junior und Mercury

Der erste «Kultur for free»-Event findet im Berner Club Rondell statt. Am 24. April wird dort das Indie-Electropop-Duo Junior inklusive Band mit einer Mischung aus Folk und Synthiepop aufwarten. Zudem gibt sich das weltweit bekannte Produzenten- und DJ-Duo Mercury die Ehre, das Gratis-Publikum zum Tanzen, Schwitzen und Konsumieren zu bringen.

Aber auch unbekannte oder eher experimentelle Programminhalte sollen an künftigen Events eine Plattform erhalten. «Die Qualität muss jedoch gewährleistet sein, damit das Publikum auch der nächsten Einladung gerne folgt», sagt Strømme.

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