Gratis-Photoshop: Der Haken liegt im Kleingedruckten

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Gratis-Photoshop: Der Haken liegt im Kleingedruckten

Die abgespeckte Gratis-Version von Photoshop ist eigentlich eine tolle Sache, wäre da nicht die Klausel mit den Nutzungsrechten.

Für professionelle Bildbearbeiter führt kein Weg an Photoshop vorbei. Damit auch Amateure in den Genuss der populären Software kommen, ohne dafür tief ins Portemonnaie greifen zu müssen, hat Adobe eine Beta-Testversion von Photoshop-Express veröffentlicht (20minuten.ch berichtete). Diese ist kostenlos, was aber noch lange nicht bedeutet, dass nicht eine Gegenleistung gefordert wird.

Der Haken an der Sache ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt. Darin beansprucht Adobe die Nutzungsrechte aller in der Community publizierten Fotos. Zu Deutsch: Wer den AGBs zustimmt, erklärt sich damit einverstanden, dass Adobe die Bilder verändern, reproduzieren und weiterverkaufen darf, ohne an den Urheber eine Gebühr zahlen zu müssen. Diese Rechte gelten weltweit, unbefristet und unabänderlich.

Nach einem Bericht auf Spiegel-Online zur «Grabsch-Klausel» will Adobe künftig die AGBs entschärfen: «Die Geschäftsbedingungen wurden noch einmal geprüft, wir stimmen zu, dass sie Dinge implizieren, die wir niemals mit den Inhalten unserer Kunden tun würden. Unsere Rechtsabteilung arbeitet mit hoher Priorität an neuen Geschäftsbedingungen, die den Photoshop-Express-Nutzern angemessen sind», so Adobe-Sprecher Alexander Hopstein im Gespräch mit Spiegel-Online.

(mbu)

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