Luzern: Gratisfestival Funk am See soll kleiner werden
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LuzernGratisfestival Funk am See soll kleiner werden

Aus den letzten beiden Ausgaben resultierte insgesamt ein Defizit von knapp 70'000 Franken. Damit sich das 2018 nicht wiederholt, wird das Festival Funk am See neu ausgerichtet.

von
Noah Knüsel
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Im Sommer 2016 ging das Gratis-Openair Funk am See bereits zum elften Mal über die Bühne. Jedoch hat die zweitägige Veranstaltung schon bessere Zeiten gesehen: Vor allem wegen des schlechten Wetters resultierte dieses Jahr ein Defizit von 28'500 Franken, 2014 waren es gar 40'000 Franken.

Im Sommer 2016 ging das Gratis-Openair Funk am See bereits zum elften Mal über die Bühne. Jedoch hat die zweitägige Veranstaltung schon bessere Zeiten gesehen: Vor allem wegen des schlechten Wetters resultierte dieses Jahr ein Defizit von 28'500 Franken, 2014 waren es gar 40'000 Franken.

Silvio Zeder/Dema Hartmann
Diese Beträge habe man bisher mit Eigenmitteln des Vereins «Open Air Lidowiese», welcher das Festival jeweils durchführt, decken können, sagt Yanik Kloter, Medienverantwortlicher des Funk am See.

Diese Beträge habe man bisher mit Eigenmitteln des Vereins «Open Air Lidowiese», welcher das Festival jeweils durchführt, decken können, sagt Yanik Kloter, Medienverantwortlicher des Funk am See.

Silvio Zeder/Dema Hartmann
Doch: «Wir können nicht noch mal so ein Defizit stemmen – in Zukunft muss es definitiv besser laufen», sagte Kloter schon im Sommer nach der letzten Ausgabe.

Doch: «Wir können nicht noch mal so ein Defizit stemmen – in Zukunft muss es definitiv besser laufen», sagte Kloter schon im Sommer nach der letzten Ausgabe.

Silvio Zeder/Dema Hartmann

Alle zwei Jahre findet auf der Lidowiese in Luzern das Gratis-Openair «Funk am See» statt. Im Sommer 2016 ging es bereits zum elften Mal über die Bühne. Jedoch hat die zweitägige Veranstaltung schon bessere Zeiten gesehen: Vor allem wegen des schlechten Wetters resultierte dieses Jahr ein Defizit von 28'500 Franken, 2014 waren es gar 40'000 Franken.

Diese Beträge habe man bisher mit Eigenmitteln des Vereins Open Air Lidowiese, der das Festival jeweils durchführt, decken können, sagt Yanik Kloter, Medienverantwortlicher des Funk am See. Doch: «Wir können nicht noch mal so ein Defizit stemmen – in Zukunft muss es definitiv besser laufen», sagte Kloter schon im Sommer nach der letzten Ausgabe.

Festival auch als Kulturplattform

Damit das gelingt, soll das Festival kleiner werden. Yanik Kloter sagte kürzlich zu Zentralplus: «Es bringt nichts, wenn wir mit 13'000 bis 15'000 Besuchern rechnen und dann kaum die Hälfte auftaucht.»

Auch will man mehr mit anderen Institutionen zusammenarbeiten. Vorstellbar seien zum Beispiel Kooperationen mit Museen oder dem Theater. Dabei gehe es aber nicht zwingend um die Erschliessung neuer Besuchergruppen, sagte Kloter auf Anfrage von 20 Minuten: «Wir haben die einmalige Möglichkeit, an diesem Platz in Luzern ein Festival auf die Beine zu stellen. Da möchten wir auch die Ressourcen von anderen Kulturschaffenden in Luzern nutzen.» Man möchte sich auch als Kulturplattform verstehen.

Auch soll die natürliche Umgebung besser integriert werden. Kloter: «Wir haben grosse, schöne Bäume auf dem Gelände, den See gleich daneben. Das war bisher einfach da, wurde aber nicht mit einbezogen.» Dies will man ändern, die Natur soll ein Teil der Festivalinszenierung werden. Die Konzeptarbeit stehe aber erst am Anfang, im Frühling oder Sommer seien erste Resultate zu erwarten, so Kloter.

«Wollen die Erfolgsgeschichte weiterführen»

Und wenn die nächste Ausgabe trotz allem wieder in einem finanziellen Fiasko endet, war es das dann mit dem Gratis-Open-Air auf der Lidowiese? Yanik Kloter: «Wir wollen das Festival auf keinen Fall sterben lassen und sind überzeugt, die Erfolgsgeschichte des Openairs weiterführen zu können.» Mit einer realistischen Budgetierung sei das auf jeden Fall zu erreichen: «Von daher machen wir uns keinen allzu grossen Druck.» Und: Am Grundsatz gratis wird nicht gerüttelt.

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