Good News: Graubünden eröffnet Hotspot fürs Fliegenfischen
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Good NewsGraubünden eröffnet Hotspot fürs Fliegenfischen

Am Freitag wird im Unterengadin die erste Fliegenfischen-Strecke des Kantons Graubünden eröffnet. Sie soll sowohl den Tourismus als auch die Fischerei in der Region fördern.

von
Matteo Bonomo
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Im Unterengadin eröffnet am 1. Mai die erste reine Fliegenfischen-Strecke des Kantons Graubünden.

Im Unterengadin eröffnet am 1. Mai die erste reine Fliegenfischen-Strecke des Kantons Graubünden.

Foto: Andrea Badrutt, Chur
Auf diesem Teilstück zwischen Panas-ch und Raschvella darf ab Freitag gefischt werden.

Auf diesem Teilstück zwischen Panas-ch und Raschvella darf ab Freitag gefischt werden.

Quelle: scuol-zernez.engadin.com
Dafür wird jedoch die nötige Fliegenfischerausrüstung benötigt.

Dafür wird jedoch die nötige Fliegenfischerausrüstung benötigt.

Andrea Badrutt, Chur

Darum gehts

  • Im Unterengadin wird am dem 1. Mai die erste reine Fliegenfischen-Strecke der Region eröffnet.
  • Die Idee stammt von einem Studenten der Fachhochschule Graubünden.
  • Ziel ist, dass passionierte Fliegenfischer ins Engadin reisen werden.
  • Zudem soll dadurch die nachhaltige Fischerei gefördert werden.

«Traget per pes-char culla muos-cha» – Fliegenfischen-Strecke: So steht es auf einem Schild unter der Brücke Punt de la Resgia bei Ramosch GR. Mit der nötigen Fliegenfischerausrüstung darf ab dem 1. Mai auf einem Abschnitt zwischen Panas-ch und Raschvella gefischt werden. Es ist die erste «Fly Only»-Strecke im Kanton Graubünden. «Das Fischen auf dieser Strecke ist nur mit einer Fliegenrute, entsprechender Rolle und Fliegenschnur erlaubt, und es dürfen nur Kunstfliegen gebraucht werden», sagt Cla Mosca, Präsident der Società Muos-chers Engiadina Bassa, gegenüber der «Südostschweiz».

Die Idee dazu stammt von einem Studenten der Fachhochschule Graubünden (FHGR), der das Projekt im Rahmen seiner Bachelorarbeit initiierte. Realisiert wurde es schliesslich vom lokalen Fliegenfischerverein sowie der Fachhochschule Graubünden, dem Amt für Jagd und Fischerei Graubünden und der Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG.

Projekt als Chance, nachhaltige Fischerei zu fördern

«Im Ausland ist es gang und gäbe, dass es Strecken gibt, wo man nur mit Fliegen fischen kann», so Mosca. Da es sich um die erste «Fly Oly»-Strecke in der Region handelt, hofft man, vom Pionierstatus profitieren zu können. «Ich denke, dass passionierte Fliegenfischer anreisen werden, um hier einmal fischen zu können», wird Tourismusdirektorin Martina Stadler zitiert.

In diesem Projekt sieht man zudem eine Chance, die nachhaltige Fischerei zu fördern. «Mit der Fliegenfischen-Strecke ist ein Abschnitt geschaffen worden, in dem sich die Fischpopulation wieder etwas aufbauen kann», erklärt Fischereiaufseher Nicola Gaudenz. Durch die Fliegenfischerei werden die Fischpopulationen nicht zu stark abgeschöpft.

Fliegenfischen

Das Fliegenfischen ist eine Variante des Fischens. Bei den sogenannten Fliegen handelt es sich um Kunstköder, die Insekten imitieren sollen. Da die Fliege zum Werfen zu leicht ist, wird das Gewicht der Schnur als Wurfgewicht verwendet. Dafür braucht es eine spezielle Ausrüstung und Wurftechnik. Durch rhythmisches Schwingen der Rute sollen schliesslich die Fische angelockt werden.

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