Melde- und Einsatzpflicht – In Graubünden müssen sich Pflegende für Corona-Einsatz melden
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Melde- und Einsatzpflicht In Graubünden müssen sich Pflegende für Corona-Einsatz melden

Die Bündner Regierung hat beschlossen, dass sich alle Pflegefachpersonen mit Wohnsitz im Kanton, die derzeit jedoch nicht im Beruf tätig sind, verpflichtet sind, sich zu melden.

von
Marion Alder
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Im Kanton Graubünden wurde eine Meldepflicht für Pflegefachpersonen beschlossen. (Symbolbild)

Im Kanton Graubünden wurde eine Meldepflicht für Pflegefachpersonen beschlossen. (Symbolbild)

20min/Jacqueline Straub
Personen, die über einen Abschluss als Pflegefachpersonen verfügen, derzeit jedoch nicht im erlernten Beruf tätig sind, sind verpflichtet, sich zu melden. (Symbolbild)

Personen, die über einen Abschluss als Pflegefachpersonen verfügen, derzeit jedoch nicht im erlernten Beruf tätig sind, sind verpflichtet, sich zu melden. (Symbolbild)

20min/Jacqueline Straub

Es ist davon auszugehen, dass die starke Zunahme der Corona-Fälle die medizinische Versorgung, beziehungsweise die personellen Ressourcen in den Pflegeberufen, an ihre Grenzen bringen wird. Das teilt der Kanton Graubünden am Mittwochmorgen mit. Um die medizinische Versorgung sicherzustellen, werden Personen der nachstehenden Berufe, welche im Kanton Graubünden wohnhaft sind, nicht in ihrem gelernten Beruf tätig sind und nicht einer Risikogruppe angehören, zwingend aufgefordert, sich für eine allfällige spätere Verpflichtung zu einem Einsatz umgehend zu erfassen:

  • Fachfrau/Fachmann Gesundheit (EFZ)

  • Fähigkeitsausweis in praktischer Krankenpflege des SRK

  • Pflegefachfrau DNI / Pflegefachmann DNI

  • Diplom: Krankenschwester/-pfleger AKP/GKP/KWS/PsyKP

  • Krankenschwester/-pfleger für Gesundheits- und Krankenpflege DNII

  • Diplomierte Pflegefachfrau / diplomierter Pflegefachmann HF

  • PHD Nursing ScienceMaster of Science in Nursing (MSN)

  • Master of Science in Pflege (MScN) FH

  • Pflegefachfrau / Pflegefachmann FH (Bachelor of Science in Nursing [BScN])

Gemäss Gesundheitsgesetz kann der Kanton Betriebe des Gesundheitswesens sowie Gesundheitsfachpersonen zur Mitwirkung bei der Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen verpflichten. Angesichts der derzeitigen angespannten Lage wird es unvermeidlich sein, dass Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen personelle Engpässe bewältigen werden müssen, heisst es in der Medienmitteilung.

Arbeitest du nicht mehr im Pflegeberuf, obwohl du eine entsprechende Ausbildung hast? Bist oder wärst von dieser Massnahme betroffen? Dann melde dich!

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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