Aktualisiert 21.05.2013 19:22

Mieses WetterGrauer Mai – der Tourismus leidet

Der Sommer lässt weiter auf sich warten: Nun beklagen Bergbahnen und Ausflugsbeizen in der Region Einbussen.

von
Tabea Waser
Cornelia Dörig hofft, dass sich die Terrassen der Waldegg wenigstens am Wochenende füllen werden. (Bild: Marc Sieger)

Cornelia Dörig hofft, dass sich die Terrassen der Waldegg wenigstens am Wochenende füllen werden. (Bild: Marc Sieger)

In einem durchschnittlichen Mai kann man bis zu sechs Sonnenstunden pro Tag geniessen – doch im aktuellen Mai sind es bislang nur gut drei Stunden, wie Meteonews am Dienstag mitteilte. Zudem soll das Wetter bis Ende Woche grau und kalt bleiben.

Unter dem durchzogenen Frühling leidet der Ostschweizer Tourismus: «Es ist noch früh in der Saison, trotzdem werden die Zahlen 2013 schlechter sein als im Vorjahr», so Guido Buob, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AI.

Flexibilität schwierig

Machtentscheidend ist das Wetter auch für die Bergbahnen, die aber bereits in den Sommerbetrieb gestartet sind: «Wir wären gern flexibler mit dem Saisonstart. Das wäre auch finanziell vernünftig», sagt Urs Gantenbein von den Bergbahnen Wildhaus. Doch da der Saisonauftakt weit im Voraus kommuniziert wird, habe man keinen Spielraum.

Auch die Ausflugsbeizen bleiben leer: Der Wirteverband Gastro St. Gallen berichtet von einem «miserablen Mai auf den Terrassen». Die Beizer sind fatalistisch: «Wir hoffen auf einen schönen Herbst, um die Einbussen aufzufangen», sagt Cornelia Dörig vom Höhenrestaurant Waldegg in Teufen. Eine Stütze seien Stammgäste, die bei jedem Wetter kommen.

Das schlechte Wetter hat aber auch eine Kehrseite: «Die Stadt St. Gallen, die vor allem von Indoor-Kulturangeboten lebt, profitiert davon», sagt Astrid Nahkostin von St.Gallen Bodensee Tourismus.

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