Aktualisiert 16.12.2008 08:17

Darfur-KonfliktGrausiges Massaker unter Stammeskämpfern

Bis zu 250 Menschen sind in den vergangenen Tagen nach UNO-Angaben in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur bei blutigen Stammeskämpfen getötet worden. 5000 Menschen mussten flüchten.

Ein Sprecher der Friedenstruppen von UNO und Afrikanischer Union in Darfur (UNAMID) berichtete am Dienstag von zwei verschiedenen Zwischenfällen in Süddarfur. Die Gewalt trieb etwa 5000 Menschen in die Flucht aus ihren Dörfern, hiess es weiter.

Mit dem eigentlichen Konflikt zwischen schwarzafrikanischen und arabischstämmigen Milizen in Darfur hatten die jüngsten Kämpfe den Angaben zufolge nichts zu tun. Sie erschütterten jedoch die ohnehin angespannte Sicherheitslage in Darfur erneut.

In dem seit fünfeinhalb Jahren andauernden Konflikt in Darfur, einem Gebiet von der Grösse Frankreichs, sind nach UNO-Schätzungen etwa 300 000 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 2,7 Millionen Menschen leben zum Teil seit Jahren in Flüchtlingslagern und sind auf Hilfe und Lebensmitteltransporte angewiesen.

(sda)

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