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Kanarische InselnGreenpeace-Aktivistin gerät in Schiffsschraube

Die spanische Marine habe ein Boot von Greenpeace-Aktivisten gerammt, berichtet die Umweltorganisation. Die Marine bestreitet die Vorwürfe.

von
woz

Während eines Protestes von Greenpeace gegen Ölförderung im Atlantischen Ozean hat die spanische Marine ein Boot der Aktivisten gerammt und angeblich mehrere von ihnen verletzt. Die Umweltorgansation erklärte zuerst, vier der Demonstranten seien bei dem Vorfall nahe der Kanarischen Inseln verletzt worden, eine Person davon schwer. Später korrigierte die Organisation die Zahl der Verletzten auf drei. Nach Angaben des Greenpeace-Sprechers Joel Stewart handelt es sich bei der Schwerverletzten um eine 23-jährige Italienerin.

Die Marine bestritt die Vorwürfe. Nach ihren Angaben hatte sie zwei Boote entsendet, um Greenpeace davon abzuhalten, ein grosses Ölbohrungsschiff zu entern. Eine Aktivistin sei ernsthaft verletzt worden, als sie aus dem Schlauchboot fiel und von dessen Schiffsschraube getroffen wurde. Die Marine brachte die Aktivistin laut eigenen Angaben mit einem Helikopter in ein spanisches Krankenhaus.

Regierung erlaubt Ölförderung

Im vergangenen Monat hatte das spanische Verfassungsgericht einen Antrag der Regionalregierung der Kanaren abgelehnt, der ein Referendum über Ölförderung in Gewässern vor den populären Touristeninseln erreichen wollte. Einige Anwohner befürchten, ausgeflossenes Öl könnte ihre Inseln heimsuchen und die Fischerei gefährden. Die Kanaren sind einer der grössten Touristenmagnete Europas.

Die Regierung des Landes hatte dem spanischen Erdölkonzern Repsol erlaubt, Ölförderung in dem Gebiet zu betreiben. Der Ölgigant nutzt dafür ein Ölbohrungsschiff mit einer Plattform. (woz/sda)

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