Aktualisiert 09.03.2015 12:15

Zürich

Greenpeace reicht Petition gegen Fracking ein

Greenpeace appelliert an den Zürcher Kantonsrat, die umstrittene Erdgas-Gewinnungsmethode Fracking zu verbieten. Die Petition wurde von 2101 «besorgten Menschen» unterschrieben.

Blick auf die Druckanzeige einer Erdgaspipeline.

Blick auf die Druckanzeige einer Erdgaspipeline.

Die Greenpeace-Petition «Kein Fracking im Kanton Zürich» mit 2101 Unterschriften wurde am Montag an Kantonsratspräsidentin Brigitta Johner (FDP) übergeben.

In den nächsten Wochen entscheidet der Kantonsrat über eine Motion der Grünen, die ein Verbot der Förderung von fossilen Ressourcen mittels Fracking auf dem Gebiet des Kantons Zürich verlangt. Die Annahme der Motion sei deshalb so wichtig, weil die Firma Seag plane, im Zürcher Weinland mittels Fracking nach Erdgas zu bohren, heisst es in der Mitteilung von Greenpeace.

Aktivisten der Winterthurer Greenpeace-Regionalgruppe hätten am Montag in der Ratspause Diskussionen mit Kantonsrätinnen und Kantonsräten über die Gefahren der Erdgas-Förderung geführt und festgestellt, dass viele von ihnen die Befürchtungen der Umweltschützer teilten.

Viele offene Fragen

Die Bedenken von Umweltwissenschaftlern beruhten darauf, dass die Fracking-Technologie «ein unannehmbares Risiko für Grundwasser, Menschen und Klima» darstelle. Es bestehe die Gefahr, dass Grundwasser mit Chemikalien kontaminiert werde und das Treibhausgas Methan in die Atmosphäre gelange. Noch ungeklärt sei auch die Entsorgung des rücklaufenden Chemikalien-Wasser-Gemisches.

(sda)

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