Greenpeace-Site rechnet mit US-Umweltpolitik ab
Aktualisiert

Greenpeace-Site rechnet mit US-Umweltpolitik ab

Greenpeace hat die Website des Klimakatastrophen-Films «The Day After Tomorrow» kopiert – als beissende Satire auf die US-Umweltpolitik.

Wer anstatt Thedayaftertomorrow.com versehentlich die Adresse Thedayaftertomorrow.org in den Browser eintippt, dürfte sich verwundert die Augen reiben. Anstelle der spektakulären Aufnahmen des neusten Hollywood-Blockbusters erwarten einen Bilder von realen Überschwemmungen, hungernden Menschen und verendenden Tieren.

Während der Film «The Day After Tommorow» im Untertitel die Frage «Where will you be?» (Wo wirst du sein?), stellt, heisst es bei Greenpeace «The day is today – What will you do?» (Der Tag ist heute – Was wirst du tun?) und an anderer Stelle: «Who will you blame?» (Wer trägt die Schuld?). Auf diese Frage gibt die Website eine eindeutige Antwort: Schuld sind George W. Bush und der Ölkonzern Exxon. Auf der gefakten Website dokumentieren die Umweltschützer diese unheilvolle Allianz mit «Film-Trailern», Zahlen und Daten.

Wangpo Tethong von Greenpeace Schweiz: «Wir wollen den Leuten klarmachen, dass man nicht ins Kino gehen muss, um Klimakatastrophen zu sehen – sie sind allgegenwärtig.» Um Erlaubnis gefragt hat man Hollywood dabei nicht: «Regisseur Emmerich sagt, dass ihm Umweltfragen am Herzen liegen – da wird er kaum etwas gegen die Aktion einzuwenden haben», so Tethong.

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