Ballone mit Transparenten: Greenpeace-Störaktion bei «SRF Meteo»
Aktualisiert

Ballone mit TransparentenGreenpeace-Störaktion bei «SRF Meteo»

Umweltaktivisten haben zur besten Sendezeit «SRF Meteo» gestört. Mit Transparenten an Luftballonen sollte auf den Klimawandel hingewiesen werden.

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20 Minuten

«SRF Meteo»-Moderator Jan Eitel während der Sendung.

Aktivisten von Greenpeace Schweiz haben mit einer Aktion «SRF Meteo» gestört. Zur besten Sendezeit am Dienstagabend erschienen während der Wetter-Präsentation auf dem Dach des Fernsehstudios zwei Transparente an Luftballonen. Diese seien zwar sichtbar gewesen, leider habe man den Text «Heiss? Klimaschutz!» aber nicht lesen können, da der Wind die Ballone weggeblasen habe, sagt Greenpeace-Klimaexperte Georg Klingler zu Radio 1. Zuerst waren grüne, dann weisse Ballone im Hintergrund sichtbar.

Die Störaktion habe man bewusst während der Sendung «SRF Meteo» geplant, so Klingler: «SRF Meteo ist seit 10 Tagen der Hotspot der Hitzemeldungen. Jeden Tag hört man, dass die Temperaturen noch stärker steigen. Deshalb ist dies der Ort, wo man sagen kann, gegen diese Hitze können und müssen wir etwas tun. Sonst kochen unsere Kinder in Zukunft in einer Schweiz die nicht mehr so lebenswert ist wie heute.»

Die Botschaft „Heiss? Klimaschutz!" sei an die Politiker daheim in ihren Stuben gerichtet, sagt Klingler zu 20 Minuten. «Deren Klimapolitik ist bislang nichts als heisse Luft. Der Sommer 2018 zeigt, dass wir die Ursache der gefährlichen Veränderung nun an den Wurzeln packen müssen. Innert drei Jahrzehnten müssen wir die Klimagasemissionen auf null absenken.»

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Greenpeace-Aktivisten störten am 7. August 2018 die SRF-Sendung «Meteo».

Greenpeace-Aktivisten störten am 7. August 2018 die SRF-Sendung «Meteo».

Screenshot SRF
Sie liessen an Ballonen ein Transparent für Klimaschutz steigen. Die Aktion missglückte jedoch wegen des Windes: Das Transparent war kaum zu sehen (im Bild links im Hintergrund)

Sie liessen an Ballonen ein Transparent für Klimaschutz steigen. Die Aktion missglückte jedoch wegen des Windes: Das Transparent war kaum zu sehen (im Bild links im Hintergrund)

Screenshot SRF
Transparente fliegen im Leutschenbach in Zürich.

Transparente fliegen im Leutschenbach in Zürich.

Niklaus Schneider

Verzicht auf Drohneneinsatz

Bei SRF hat man an der Aktion keine Freude, wie es auf Anfrage heisst. Man distanziere sich klar von der politischen Aktion. Die Kameraleute hätten die Situation aber sofort erkannt und korrekt reagiert, indem sie den Kameraausschnitt angepasst hätten.

Georg Klingler von Greenpeace beteuert, dass man die Sendung nicht stören wollte: «SRF ist nicht das Problem. Es ging darum die Botschaft in die Haushalte zu bringen, auf eine möglich sympathische und nicht störende Art». Deshalb habe man auch darauf verzichtet die Transparente mit Drohnen in Szene zu setzen.

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