Aktualisiert 14.01.2014 15:07

In allen Segmenten

Greenpeace warnt vor Chemikalien in Kindermode

82 Kleidungsstücke für Kinder hat Greenpeace in einer neuen Studie getestet. Das Ergebnis ist erschreckend: Bei allen Marken wurden gefährliche Chemikalien gefunden.

von
wed
«Das ist ein Albtraum für alle Eltern, die Kinderkleider ohne gefährliche Chemikalien kaufen wollen», sagt Mirjam Kopp von Greenpeace zum Resultat der Studie.

«Das ist ein Albtraum für alle Eltern, die Kinderkleider ohne gefährliche Chemikalien kaufen wollen», sagt Mirjam Kopp von Greenpeace zum Resultat der Studie.

Im Rahmen der neuen Studie «Kleine Monster im Kleiderschrank» hat Greenpeace 82 Kinderkleidungsstücke von 12 Modefirmen getestet. Dabei seien bei jeder Marke Stoffe wie Weichmacher, Nonylphenolethoxylate (NPE) oder per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) gefunden worden. Einige dieser Stoffe seien hormonell wirksam oder krebserregend, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Betroffen ist eine ganze Bandbreite von Unternehmen: vom legendären Disney-Label über Sportmarken wie Adidas bis hin zu edlen Luxusmarken wie Burberry.

In einem Baby-Strampler und einem T-Shirt seien Werte von Weichmachern nachgewiesen worden, die in der Schweiz sowie der EU gar verboten wären für Kinderspielzeug. Doch diese Regelungen würden für Kinderkleidung nicht greifen.

Alle Segmente sind betroffen

«Das ist ein Albtraum für alle Eltern, die Kinderkleider ohne gefährliche Chemikalien kaufen wollen», sagt Mirjam Kopp, Toxics Campaignerin von Greenpeace. Die giftigen Stoffe seien überall anzutreffen, ob in exklusiver Luxus- oder billiger Wegwerfmode.

Laut der Umweltorganisation gibt es Alternativen. Im Rahmen der Detox-Kampagne von Greenpeace hätten sich bereits 18 internationale Modefirmen verpflichtet, auf eine saubere Produktion umzustellen. Während viele von ihnen wichtige Fortschritte machten, hapere es bei Firmen wie Adidas und Nike noch bei der Umsetzung. (wed/sda)

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