Aktualisiert 05.08.2008 11:41

FinanzkriseGreenspan erwartet Bankenpleiten

Als Folge der weltweiten Finanzmarktkrise rechnet der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan mit weiteren Bankenpleiten. Vermutlich werde es einige Banken und andere Finanzinstitutionen geben, die wegen drohender Zahlungsunfähigkeit durch Regierungen gestützt werden müssten.

Das schreibt der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) in einem Beitrag für die «Financial Times» vom Dienstag. Greenspan spricht von einer Krise, wie sie nur ein- oder zweimal im Jahrhundert auftrete. Sie fusse vor allem auf der Angst vor dem Zusammenbruch grosser Finanzinstitutionen.

Gleichwohl warnt Greenspan vor einem zu starken Eingreifen des Staats. Regulierung sei bei der Bekämpfung von Krisen noch nie ein erfolgreiches Mittel gewesen, sagte Greenspan.

Laut Greenspan wird die Finanzkrise erst dann ein Ende finden, wenn sich die Häuserpreise in den USA stabilisieren und dadurch die entsprechenden forderungsbesicherten Wertpapiere gestützt werden.

Der Wert des privaten Wohneigentums werde sich aber erst dann erholen, wenn sich der immense Angebotsüberhang an Einfamilienhäusern infolge des Immobilienbooms weiter abbaue. Der US-Häusermarkt gilt als Ausgangspunkt der Hypothekenkrise und damit der internationalen Finanzmarktkrise.

(sda)

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