Aktualisiert 24.05.2007 05:36

Greenspan malt Teufel an die Wand

Der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, hat vor einer dramatischen Kurskorrektur an der chinesischen Börse gewarnt.

Die jüngsten Kursanstiege seien nicht nachhaltig, sagte er am Mittwoch. Eines Tages werde es einen kräftigen Einbruch geben. Das Wirtschaftswachstum weltweit sei jedoch stark genug, um auch einen Verfall der Aktienpreise in China auszuhalten.

Die Börse in Schanghai erreichte am Mittwoch einen Rekordstand. Seit Jahresanfang liegt das Plus bei etwa 55 Prozent. Als Reaktion auf Greenspans Äusserung drehten die US-Aktien ins Minus.

Die Weltwirtschaft wachse derzeit so schnell wie noch nie zuvor, sagte Greenspan weiter. Dies sei auf die billigen Exporte aus China, die Arbeitskräfte in Osteuropa und die niedrige Inflation zusammen mit den niedrigen Zinsen zurückzuführen. Dieses Wachstum werde jedoch nicht anhalten, warnte Greenspan, weil es sich um eine einmalige Anpassung handle.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.