Aktualisiert 22.04.2018 05:46

Schon 35 ToreGrégory Hofmann, der Zürcher Partycrasher

Die ZSC Lions reisten nach Lugano, um Meister zu werden. Doch einer durchkreuzte ihre Pläne. Lugano-Stürmer Grégory Hofmann war mal wieder in Torlaune.

von
Marcel Allemann

Hofmann verdirbt den ZSC-Fans den Abend. (Video: Tamedia/SRF)

Es war alles angerichtet. Im heimischen Hallenstadion warteten tausende ZSC-Fans, die das fünfte Playoff-Finalspiel auf Grossleinwand verfolgten und später mit dem Team in der Nacht den neunten Meistertitel feiern wollte. Doch sie warteten vergebens. Denn Lugano-Stürmer Grégory Hofmann wurde mit seinen zwei Toren zum Zürcher Partycrasher.

Hofmanns ersten Streich erfolgte nach lediglich 27 Sekunden, als die ZSC Lions noch nicht wirklich bereit schienen und die defensive Zuordnung unzureichend war. Hofmann brachte den Puck nach einem tollen Zuspiel von Maxim Lapierre problemlos im Netz unter.

«Das erste Tor gab uns zusätzliche Energie»

«Dieses erste Tor war sehr wichtig, es gab uns zusätzliche Energie», konstatierte Hofmann. Er war es auch, der mit dem 2:0 zu Beginn des Schlussdrittel dafür sorgte, dass in Zürich die Champagner-Flaschen definitiv wieder aus dem Kühlschrank heraus genommen werden konnten. Letztlich beendete Lugano seinen überzeugenden Auftritt mit einem 4:0-Sieg.

Für Hofmann waren es bereits die Saisontreffer Nummer 34 und 35. Er löste damit den im Playoff-Final weiterhin torlosen ZSC-Schweden Fredrik Pettersson (33 Treffer) als besten Torschützen der Liga ab. «Ich glaube schon, dass dies meine zwei wichtigsten Tore waren», meinte Luganos Goalgetter hinterher.

«Zu verlieren haben wir nichts mehr»

Lugano hat damit Lunte gerochen und Hofmann plant, die Zürcher Party am Mittwoch ein zweites Mal zu crashen. Dann als ungebetener Gast im Hallenstadion. «Unsere Mentalität ist, dass wir nichts mehr zu verlieren haben. Wir wollen einfach Spass haben, einfach spielen, Druck aufs Tor machen und auch das nächste Spiel gewinnen», sagte der Nati-Stürmer.

Es klingt nach einer Drohung. Fakt ist: Die ZSC Lions bekommen die Lugano-Paradelinie mit Lapierre, Hofmann und Jani Lajunen einfach nicht in den Griff und werden phasenweise fast panisch, wenn dieses Trio auf dem Eis ist. Deshalb war es in diesem Spiel auch nie wirklich ein Faktor, dass bei Lugano nach Damien Brunner und Dario Bürgler mit Luca Cunti ein dritter Topstürmer verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand.

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